Theater am Fluss: Premiere für „True West“

Schwerte. „True West“ von Sam Shepard hat am Donnerstag, 26. April 2012, um 19.30 Uhr in Halle 4 der Rohrmeisterei Premiere. Unter der erstmaligen Regie von Lana Bremshey wird das Stück anschließend noch insgesamt vier Mal aufgeführt, und zwar am 28. und 29. April sowie 3. und 4. Mai 2012, jeweils um 19.30 Uhr.

Die beiden Brüder Lee und Austin, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, auf der Suche nach dem American Dream: Alex Borowski (l.) und Michael Wernikowski. (Foto: T.a.F.)

Im Mittelpunkt des in den USA sehr populären Theaterstückes stehen zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Zur Handlung: Während die Mutter der beiden Brüder in Alaska Urlaub macht, sollte Austin Familienvater und erfolgreicher Schriftsteller, auf ihr Haus in Kalifornien aufpassen. Er hofft darauf, einem erfolgreichen Produzenten sein neuestes Drehbuch verkaufen zu können. Dabei kommt ihm jedoch sein älterer Bruder Lee, ein Landstreicher und Dieb, ständig in die Quere.

Auffällig an dem Stück, das im Jahre 1980 in San Francisco uraufgeführt wurde, ist die Auseinandersetzung mit dem American Dream. Mit den Leitmotiven „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ und der „Freiheit des Wilden Westens“ zeigt Shepard die Entwicklung zweier Brüder auf. Dabei verkörpern sie als typische Vertreter die jeweiligen Aspekte des American Dream: einerseits die grenzenlose Freiheit und Ungebundenheit und andererseits den sozialen Aufstieg und beruflichen Erfolg.

Lana Bremshey: „Wichtig war mir, in der Entwicklung beider Charaktere zu zeigen, dass jeder der beiden sich das Leben des anderen erträumt und gegenseitig darum beneiden. Daher ist ihre Beziehung zueinander sehr interessant, da beide grundverschieden sind, sich jedoch gleichzeitig hervorragend ergänzen könnten.“

Auch Schauplatz und Umgebung der Handlung sind im Stück von Bedeutung. In der detaillierten Beschreibung der Umgebung fehlen sogar das Zirpen der Grillen und das Heulen der Kojoten als Symbol der wilden Natur nicht.

Lana Bremshey: „Den Zuschauer erwartet ein tragikomischer Theaterabend rund um den American Way of Life.“