Trainingslager der Karateschule Oshiro Dojo

Schwerte. Was macht eigentlich eine gute Karateschule aus?
Ein erfahrener Lehrer, wissbegierige Schüler, effektive Techniken,
abwechslungsreiches Training? All diese Dinge. Sicherlich. Aber etwas
Entscheidendes fehlt noch: Zusammenhalt und Gemeinschaft. Diese,
zugegebenermaßen fast altmodisch klingenden Vokabeln beschreiben jedoch
Grundlagen, die eine gute Karateschule (jap.: Dojo) ausmachen. Ohne diese Dinge
kann man die okinawanische Kampfkunst Karate nicht bis in die Tiefe verstehen
und nur Oberflächliches, nämlich Technik, erlernen.
Dass es im Oshiro Dojo Schwerte viel davon, Zusammenhalt und Gemeinschaft,
gibt, bewiesen sich rund zwanzig der Mitglieder am ersten Septemberwochenende.
Von Freitag bis Sonntag zogen sie sich in traditionell japanischer Manier in das
Wanderheim des SGV Abt. Letmathe zurück, um sich dort dem Karate-Training zu
widmen. Sogar zwei Schwarzgurte aus Hannover und Seelow (Ostbrandenburg) waren
extra gekommen, um daran teilzunehmen.
Den gesamten Samstag verbrachten die Teilnehmer mit dem Studium einer
einzigen Kata (Form), der Naifanchi shodan, einer sehr alten und kurzen, aber
interessanten und schwer auszuführenden Form. Dojoleiter Thomas Heinze zeigte an
vielen Beispielen, was in den scheinbar einfachen Techniken alles an effektiven
Techniken steckte. Diesen Anwendungen wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt und
dutzende Kombinationen mit dem Partner geübt und getestet. Und genau hierfür
bedarf es grundlegenden Vertrauens in den Übungspartner: schmerzhafte Techniken,
die zum Ziel haben, im Ernstfall den Gegner zu kontrollieren oder außer Gefecht
zu setzen, lassen sich nur üben, wenn man sorgsam und vertrauensvoll miteinander
übt ohne den anderen zu verletzen. Und so kam es trotz vieler
Halswürgetechniken, Tritten in Kniekehlen oder auch Schlägen auf Gelenke zu
keinen Verletzungen.
Informationen zum Oshiro Dojo Schwerte gibt es unter www.karate-schwerte.de bzw. beim
Dojoleiter Thomas Heinze unter Tel.0176 / 22 35 82 48.