Volksbank Schwerte zieht positive Bilanz für 2017 Kundennähe eines der Erfolgsrezepte

Niederlassungsleiter Lars Kessebrock (Foto: Jan Heinze)

Schwerte. Nach einem herausfordernden Geschäftsjahr zieht die Volksbank Schwerte eine positive Bilanz für 2017: „Wir sind rundum zufrieden. Mit einem solchen Wachstum konnte man nicht rechnen“, so Lars Kessebrock, Niederlassungsleiter der Volksbank Schwerte.

Als Teil der Dortmunder Volksbank erreichte die Volksbank Schwerte im vergangenen Jahr einen Geschäftsumfang von 647 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 26 Millionen Euro bzw. 4,2 Prozent. Im Bereich der Kundenkredite konnte eine Steigerung um drei Prozent erzielt werden: Von 274 Millionen im Vorjahr auf nun 282 Millionen Euro. Das Kreditwachstum geht dabei zu rund 60 Prozent auf gewerbliche Finanzierungen und zu 40 Prozent auf die private Baufinanzierung zurück.

Die starke Nachfrage nach Baukrediten spiegelt sich auch im Immobilienbüro der Volksbank Schwerte wider. „Im vergangenen Jahr haben wir so viele Gebäude und Eigentumswohnungen vermittelt wie in kaum einem Jahr zuvor“, freut sich Kessebrock. Neben der Finanzierung von Neubau und Neuerwerb kam eine starke Nachfrage nach Mitteln für die Renovierung und Werterhaltung von Immobilien hinzu.

Kundeneinlagen und soziales Engagement

Ein weiteres positives Ergebnis: Die Kundeneinlagen der Volksbank Schwerte stiegen im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent auf 365 Millionen Euro. Die Anzahl der Kunden erhöhte sich ebenfalls – von 17.264 auf 17.407. Ein weiteres Plus gibt es bei den Mitgliedern zu vermelden. Deren Anzahl stieg von 10.755 auf 11.058. Damit sind rund 64 Prozent der Kunden Anteilseigner „ihrer“ Bank.

Neben der Mitbestimmung durch die Mitglieder zählt das soziale Engagement in der Stadt zu den Grundprinzipien der genossenschaftlichen Bank. Dafür nahm die Volksbank Schwerte im Jahr 2017 insgesamt 60.000 Euro in die Hand. Gefördert wurden unter anderem soziale Einrichtungen und Vereine, aber auch einzelne Aktionen wie der „Bürgerbrunch“, bei dem den Ehrenamtlichen der Stadt für ihr Engagement gedankt wurde.

Nicht nur wegen der positiven Zahlen für das vergangene Jahr sieht Kessebrock optimistisch in die Zukunft und seine Bank gut aufgestellt. „Wir haben hier ruhige und stabile Verhältnisse. Das kann man auch an unseren Mitarbeitern festmachen, die teilweise seit 30, 40 Jahren bei uns arbeiten.“

Zahlen der Gesamtbank und das Umfeld

Die Bilanzsumme der Gesamtbank beträgt 6,68 Milliarden Euro. Sie wuchs damit im vergangenen Geschäftsjahr um 285 Millionen Euro beziehungsweise 4,5 Prozent. Damit bleibt die Dortmunder Volksbank nicht nur die Nummer eins der genossenschaftlichen Banken in Nordrhein-Westfalen, sondern auch die viertgrößte Volksbank in Deutschland. Vor ihr liegen nur die Volksbanken in Berlin, Frankfurt am Main und Mittelhessen.

Die aktuelle Entwicklung ist umso erfreulicher, bedenkt man, vor welchem Hintergrund sie stattfindet. „Das vergangene Jahr markiert das erste Jahrzehnt nach dem Ausbruch der großen, der nahezu weltumspannenden Finanzkrise. Es zeigt eindrucksvoll, dass sich gerade die Rahmenbedingungen für uns Banken viel tiefgreifender und nachhaltiger verändert haben als in den Jahrzehnten zuvor. Die Auswirkungen prägen den Markt bis heute und sind für uns täglich spürbar“, blickte Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, bei der Vorstellung der Zahlen der Gesamtbank zurück.