Vorsicht in Schwerte – Taschendiebe in der Innenstadt unterwegs!

Logo der Kampagne gegen Taschendiebstahl

Schwerte. Beim Einkaufen in verschiedenen Geschäften in der Schwerter Innenstadt wurden am vergangenen Wochenende (19. bis 21. Oktober) mehreren Schwerterinnen die Geldbörsen aus ihren Handtaschen gestohlen.

Zudem stellte ein Schwerter Ehepaar am frühen Freitagabend an einem Geldautomaten in der Rathausstraße den Verlust ihrer Geldbörse fest. Möglicherweise hatten sie die Geldbörse bei der Nutzung des Geldautomaten abgelegt, woraufhin ein unbekannter Täter die Geldbörse entwendete oder unterschlug.

Ebenfalls am Freitag, 19. Oktober, hatte ein aufmerksamer Zeuge beim Einkaufen in einem Discountmarkt an der Margot-Röttger-Rath-Straße beobachtet, wie ein männlicher Täter versucht hatte, einem älteren Herrn die Geldbörse zu entwenden. Dem Zeugen, einem Polizeibeamten, war die Person schon zuvor durch ihr verdächtiges Verhalten aufgefallen. Kurze Zeit später bemerkte er, dass der Verdächtige sich im Bereich des Ausganges auffällig dicht an einen älteren Herrn drückte. Der Senior bemerkte den Unbekannten jedoch und stieß ihn leicht weg. Anschließend hielt er seine Geldbörse fest und versuchte, den Unbekannten aufzuhalten. Dieser flüchtete jedoch in Richtung Bahnhof.

Der Zeuge nahm daraufhin die Verfolgung auf und rief die örtliche Polizei. Gemeinsam suchten die Polizeibeamten dann die Bahnhofshalle sowie die Gleise ab. Sie entdeckten den Gesuchten, der sich hinter Güterwaggons versteckte. Als er die Polizisten entdeckte, rannte er über die rückwärtigen Gleise hinter weitere abgestellte Wagons und sprang die Bahnüberführung Westendamm herunter. Hier flüchtete er über den Hinterhof eines Wohnhauses.

Die Polizeibeamten suchten das Gelände, den Keller und die rückwärtige Brachfläche ab, entdeckten den Gesuchten jedoch nicht.

Er wird wie folgt beschrieben: männlich, ca. 20 Jahre alt, ca. 180-185 cm groß, schlank, offenbar Nordafrikaner. Dunkle Bekleidung: Jogginghose und bedrucktes Oberteil mit einem Logo Paris Saint German. Der Mann führte eine Trinkflasche mit.

Die Polizei warnt: Taschendiebe lieben das Gedränge

Taschendiebe nutzen besonders häufig Situationen, in denen Gedränge herrscht, die Tat kaum auffällt und die Opfer abgelenkt sind. Dies trifft insbesondere zu in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, in Einkaufszentren und Fußgängerzonen, bei Veranstaltungen und in Gaststätten.

Die Trickdiebe gehen oft arbeitsteilig vor. Sie lenken die Opfer ab, indem ein Täter einen Stau im Gedränge provoziert, die Opfer scheinbar unabsichtlich anrempelt oder etwa nach der Uhrzeit, dem Weg oder Ähnlichem fragt. Ein Mittäter nimmt die Geldbörse oder das Handy aus den Taschen der Opfer und verschwindet unauffällig.

Auch Kunden, die in Geschäften arglos Waren betrachten, Kleidung probieren oder ihre Einkäufe erledigen, sind beliebte Opfer von Taschendieben.

  • Rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken wollen, um Sie zu bestehlen.
  • Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten angesprochen werden – mit welchem Anliegen auch immer.
  • Tragen Sie Wertsachen und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilen Sie sie in verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung. Empfehlenswert sind auch Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel.
  • Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper.
  • In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten Sie auch Rucksäcke immer verschlossen unter dem Arm tragen.
  • Verwahren Sie Wertgegenstände wie Geldbörse, Mobiltelefon und Schlüssel nicht in der Einkaufstasche, dem Einkaufskorb oder Einkaufswagen auf.

Also „Augen auf und Tasche zu! Langfinger sind immer unterwegs.“