Waldpflege im Schwerter Wald und am Ebberg

Schwerte. (Red.) Im Schwerter Wald werden in den nächsten Wochen wieder die Motorsägen aufheulen. Zum Einsatz kommen moderne Spezialmaschinen, sogenannte Harvester und Forwarder, für die wald- und bodenschonende Holzernte.

Die Waldarbeiten finden in den mittelalten und alten Laub- und Nadelholzbeständen nördlich des Freischütz sowie am Ebberg statt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Vitalität und Stabilität des Waldes zu verbessern, besonders auch im Hinblick auf den Klimawandel. Gleichzeitig soll durch erhöhten Lichteinfall die natürliche Waldverjüngung weiter angeregt werden.

Dabei werden unter Berücksichtigung der Erholungsfunktion dieser Wälder forstliche Grundsätze zur Messlatte. Das bedeutet vor allem, dass nachhaltig gewirtschaftet wird: Es wird nur soviel Holz eingeschlagen und genutzt, wie auch wieder nachwächst.

(Nachhaltigkeit ist im Übrigen kein modernes Wort aus Politik und Wirtschaft: der Begriff der Nachhaltigkeit wurde vor etwa 200 Jahren von einem Förster „erfunden“!) Ein starkes Augenmerk wird ebenso auf die Verkehrssicherung gelenkt. Deshalb werden im Rahmen der Forstarbeiten kranke und tiefzwieselige Bäume (solche mit tief angesetzten Astgabeln) aus den Beständen entnommen.

Alle Arbeiten sollen den Wald pflegen und ihn so dauerhaft erhalten, damit wir uns auch in Zukunft an ihm erfreuen können.

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW richtet einen Appell an die Waldbesucher: „Bitte helfen Sie uns dabei, indem Sie sich während der Forstarbeiten unbedingt auf den Hauptwegen aufhalten und diese nicht verlassen. Nur so können die Durchforstungsarbeiten sicher und störungsfrei ablaufen. Hunde sollten an der Leine geführt werden. Durch Trassierband oder Forstschilder gesperrte Flächen dürfen nicht betreten werden. Die Unfallgefahr ist dann zu groß.

Da in einigen Waldbeständen sehr viel Ilex wächst, ist dort die Sicht besonders eingeschränkt und die Gefährdung der Waldbesucher besonders groß. Deshalb noch einmal die eindringliche bitte an die Waldbesucher: Meiden Sie während der Forstarbeiten die betroffenen Waldbestände. Es dient Ihrer und unserer Sicherheit!“