Schwerte. Kein Konfetti oder Luftschlangen flogen in die Luft, als am vergangenen Donnerstag um 7.15 Uhr in der Rohrmeisterei Geschichte geschrieben wurde: Das BNI-Chapter St.Viktor wurde unter dem Beifall von rund 140 Gästen und Mitgliedern gegründet. BNI, das steht für Business Network International und ist eine professionelle Vereinigung regionaler Geschäftsleute, die sich einmal in der Woche zur Frühstückszeit treffen. Neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen sollen mehr Schwung ins Business bringen.

Starkes Programm

Klingt etwas schwammig oder nach Frühstücksdirektoren? Mitnichten, wie sich vor allem die ganzen „BNI-Ersttäter“ überzeugen durften. Ein straffes Programm in der die Teilnehmer 30 Sekunden Zeit haben sich und ihr Angebot vorzustellen, gehört zu jedem wöchentlichen Treffen. Anschließend können die Programmpunkte ein wenig variieren. Nicht nur zum guten Ton, sondern vor allem zum BNI-Modell gehört es, sich untereinander zu empfehlen. Hat zum Beispiel jemand einen Bekannten, der ein neues Auto braucht, dann empfiehlt er ihm ab sofort das Chaptermitglied. So wird sichergestellt, dass Angebot und Nachfrage zueinander finden. Anschließend bedankt sich das bedachte Unternehmen – in diesem Fall das Autohaus – für den gemachten Umsatz. Durch diese ganz konkreten Vorgänge, kann das BNI-Netzwerk stets feststellen, welche Umsätze durch interne Empfehlungen gemacht wurden. Alleine bei der Gründungsveranstaltung kamen so rund 119.000 Euro Umsatz zusammen. Zum Vergleich: Die in Dortmund beheimatete Gruppe – oder Chapter – „Phönix“ macht aktuell rund 8 Millionen mehr Umsatz. Im Premierenjahr lag diese Zahl bei knapp 1,5 Millionen. Warum? Darauf hat Mario Cocco, der durch die Gründungsveranstaltung und aus dem Iserlohner Chapter „Seilersee“ kommt eine passende Antwort: „Noch kennen Sie sich nicht alle. Für Geschäfte braucht man Vertrauen. Aber sobald Sie sich näher kennen, dann sind ähnliche Zahlen wie in Dortmund möglich“, so Cocco.

Großes Interesse

Dass das Interesse groß am BNI ist, zeigte sich allein daran, dass kein Sitzplatz mehr in der Rohrmeisterei frei war. Selbst an den Stehtischen stand man dicht gedrängt und lauschte nicht nur den Ausführungen. Denn: Natürlich geht es ums netzwerken. Aus diesem Grund wurde auch ein Visitenkarten-Scrambling veranstaltet: Alle Teilnehmer mussten innerhalb von drei Minuten auf die Jagd nach Visitenkarten gehen. Der Gewinner hatte am Ende 38 Visitenkarten – also potentielle Kontakte – gesammelt. „Rufen Sie innerhalb der nächsten 48 Stunden an!“, riet Cocco den Veranstaltungsteilnehmern.

So könne man den frischen Eindruck des Tages auch produktiv für die Geschäftsbeziehungen nutzen. Wer Mitglied werden will im BNI-Chapter St. Viktor, der muss allerdings einige Grundregeln beachten. Zum Beispiel die wöchentliche Disziplin einen Vertreter seines Unternehmens um 7 Uhr morgens in die Rohrmeisterei zu schicken. „Wer nicht kommt, der geht“, so das gelebte Prinzip, das vor allem vor leeren Tischen und unproduktiven Treffen schützen soll. Und die Plätze sind begehrt. Logischerweise, denn pro Gewerk darf nur ein Unternehmen Mitglied werden. Wer in diesem Fall der schnellste ist, der wird aufgenommen – und sich über die Empfehlungen der anderen Chaptermitglieder freuen.

Wer mehr über das neue Chapter erfahren will, der kann sich unter https://www.facebook.com/BNI.NRWMitte.StViktor/ informieren oder zu einem Mitglied seiner Wahl gehen, und sich persönlich vor Ort über die Vorteile einer Mitgliedschaft beraten lassen. Übrigens: Natürlich ist auch der Wochenkurier Schwerte ein BNI-Mitglied und würde sich freuen, wenn Interessierte den Weg in die Brückstraße 3 finden, um sich über das BNI-Chapter St. Viktor zu informieren.