Welle der Hilfebereitschaft für kranken Kater Ginger

Von Herzen froh ist Diane Naguschewski über die Hilfe für den alten, kranken Kater Ginger, den die Tierfreundin aus Lichtendorf hingebungsvoll pflegt. (Foto: Norbert Fendler)
Von Herzen froh ist Diane Naguschewski über die Hilfe für den alten, kranken Kater Ginger, den die Tierfreundin aus Lichtendorf hingebungsvoll pflegt. (Foto: Norbert Fendler)

Do.-Lichtendorf. (NO) Diane Naguschewski weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll. „Mit so viel Anteilnahme an Gingers Schicksal hätte im Leben nicht gerechnet!“, zeigt sich die 46-jährige Tierfreundin aus Lichtendorf gerührt angesichts einer doch eher unerwarteten Hilfsbereitschaft – ausgelöst vom Artikel über den alten, kranken Kater in der vergangenen wochenkurier-Ausgabe. Viele Schwerterinnen waren beindruckt von der Hingabe und Entschlossenheit, mit der Diane Naguschewski um das Leben des Tieres kämpft und setzten sich daraufhin mit der wochenkurier-Redaktion in Verbindung. Diese wiederum ermöglichte den Kontakt zu der Tierfreundin aus Lichtendorf. Besonders erwähnenswert: Viele der Unterstützerinnen sind finanziell selber nicht gerade üppig ausgestattet, fühlten sich aber dennoch zur Hilfe verpflichtet. Die spontan und unbürokratisch zur Verfügung gestellten Spenden fließen nun (kontrolliert) in die weitere tierärztliche Behandlung von Ginger, der von den meisten Zeitgenossen sicherlich längst als „hoffnungsloser Fall“ aufgegeben worden wäre.

Hier noch einmal kurz und knapp die Vorgeschichte: Vor einigen Wochen lief Diana Naguschewski auf Malta – dort war die 45-Jährige jahrelang im Tierschutz aktiv – ein alter, heruntergekommener und schwer kranker Kater über den Weg, den die Lichtendorferin einfach nicht seinem Schicksal überlassen wollte. Wieder zuhause angekommen, musste das schwer angeschlagene Tier – am Ende der Kräfte, Gebiss kaputt, ein Geschoss im Kopf – zwei (Not-)Operationen und diverse Behandlungen über sich ergehen lassen. Das freilich kostete Geld, bisher bereits rund 950 Euro – Geld, das Diane Naguschewski eigentlich nicht hat. Denn die alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist selber gesundheitlich schwer angeschlagen und befindet sich finanziell in einer prekären Situation. Dennoch machte sie sich die Rettung des mittlerweile auf den Namen Ginger genannten Katers zur Aufgabe. Und weil dir regionalen Tierschutzvereine sich nicht um ausländische Neuzugänge kümmern, war und ist Diane Naguschewski auf sich allein gestellt.

„Wie kannst du dir das nur antun?“ – Diese Frage hat Diane Naguschewski oft genug gehört in den letzten Wochen. Doch kann die Tierfreundin einfach nicht aus ihrer Haut.

Die Unterstützung vieler Leserinnen hat der Tierfreundin aus Lichtendorf nun etwas finanziellen Spielraum verschafft. „Ich möchte mich bei allen Spenderinnen für ihre Hilfsbereitschaft herzlich, herzlich bedanken“, erklärt Diane Naguschewski und hat auch eine gute Nachricht parat: „Ginger geht es schon etwas besser!“

Abschließend noch ein Hinweis: Zwei Anfragen, wie man denn Diane Naguschewski helfen könne, konnten bisher leider nicht beantwortet werden, weil in den Schreiben die Telefonnummern fehlte und diese auch nicht herauszufinden waren. Bitte noch einmal melden! Das gilt natürlich auch für weitere Leser/innen, die dem kranken Kater Ginger helfen möchten.