Wenn das Krokodil einfach weggepustet wird

Holzen. (as) Er heißt Maik Graf von Leonstein. Jedenfalls wenn er auf beziehungsweise hinter der Bühne steht. Maik Graf von Leonstein ist Puppenspieler. Mit seinem Dortmunder Puppentheater und dem selbst geschriebenen Stück „Die goldene Halskette“ gastiert er am morgigen Sonntag, 28. Februar, um 11 und um 14 Uhr im Haus Ledendecker, Kreisstraße 30 in Dortmund-Holzen.
Die Bühne und auch die Manege hatten es ihm schon als Kind angetan. „Auf meinem Schulweg kam ich immer an einem Zirkus vorbei“, erinnert er sich. Er linste durch den Zelteingang, als Hochseil- und Jonglagenummern geprobt wurden. Schließlich, als junger Mann, fasste er sich ein Herz und tingelte Feuer spuckend mit dem Zirkus von Ort zu Ort. Für Kinder ließ er am liebsten die Flammen züngeln. Es waren und sind die Momente, in denen die kleinen Menschen mit großen Augen Ah und Oh rufen, nach vorne zeigen und sich ganz von den Kunststücken verzaubern lassen, die den jungen Dortmunder bewogen haben, auch nach seiner Zirkuszeit immer wieder Kindern eine Freude machen zu wollen. Er gründete sein Puppentheater.
Seit mehr als einem Jahr ist Maik Graf von Leonstein mit selbst geschriebenen Stücken unterwegs. Wo er mit seinem Dortmunder Puppentheater gastiert, darf natürlich der Schlingel namens Kasper nicht fehlen. Es geht witzig und manchmal auch laut auf, hinter und vor der Bühne zu. Aber gewalttätig wird hier niemand. Maik Graf von Leonstein lässt nicht zu, dass das Krokodil verdroschen wird. Gemeinsam mit den Kindern pustet er es einfach weg. Und nach dem Spiel auf der Bühne ist noch lange nicht Schluss. Da verwandelt sich der Puppenspieler selbst in eine Puppe und modelliert Luftballons als Andenken an eine schöne Zeit im Theater.
Das wird auch am Sonntag, 28. Februar, so sein, wenn Maik Graf von Leonstein im Haus Ledendecker spielt. Eintrittskarten gibt es zum Preis von sieben Euro (ermäßigt sechs Euro).