Westhofener mit Vorbehalten gegen Bauprojekt „Auf dem Speckberg“

Die Ruhrterrassen-Wallhäuser verfügen über einen integrierten Schallschutz und weisen eine interessante Kombination von Grünwall und Glastreppenhäusern auf. (Planzeichnung: Architekturbüro Dieter Bohne)

Die Ruhrterrassen-Wallhäuser verfügen über einen integrierten Schallschutz und weisen eine interessante Kombination von Grünwall und Glastreppenhäusern auf. (Planzeichnung: Architekturbüro Dieter Bohne)

Westhofen. (Red.) Architekt Dieter Bohne stellte in der vergangenen Woche im Rahmen einer Bürgerversammlung in „Haus Breer“ seine Bebauungspläne für das Terrain „Auf dem Speckberg“ vor. Rund 40 Westhofener Nachbarinnen und Nachbarn fanden sich ein, konnten aber nicht überzeugt werden. Architekt Bohne war eigens aus Düsseldorf angereist, um die vielen Vorbehalte gegen das Projekt auszuräumen. Die Grundstimmung war und blieb jedoch feindselig.

Dieter Bohne erklärte in einem 20-minütigem Vortrag zunächst sein überarbeitetes Bauvorhaben. „Auf dem Speckberg“ könnten 44 Einfamilien- und neun Mehrfamilienhäuser in lockerer Bebauung für rund 70 Familien entstehen.
Die Erschließung könnte über zwei innere Anliegerstraßen, das heißt, über Speck- und Bergstraße, erfolgen. Geprägt wird das Gelände, falls denn die Realisierung des Bauprojekts in Frage kommt, von einem über 1500 Quadratmeter großen Weiher in Verbindung mit öffentlichen Ruhezonen und Spielplätzen. Einige Grundstücke sollen bis in den See ragen. Insgesamt sollen mehr als 15 Grundstücke einen uneingeschränkten freien Blick auf den Weiher haben, ebenso die Eigentumswohnungen der Ruhrterrassen-Wallhäuser.
Diese durchaus bemerkenswerten Bauwerke mit gewissermaßen integriertem Schallschutz sollen aus einer bundesweit vermutlich erstmals entworfenen, architektonisch interessanten Kombination aus Grünwall und Glastreppenhäusern als Schallschutzwand entstehen.
Laut Plan kann ein bepflanzter Grünwall zum autobahnseitig gelegenen Teil der geplanten Ruhrterrassenhäuser angeschüttet werden – mit dazwischen gelegenen freistehenden Treppenhäusern und Aufzügen aus Glas zur Beschickung der Ruhrterrassenhäuser, die mit Geothermie- und Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden sollen.
Große Bedenken wurden bei der Bürgerversammlung laut hinsichtlich Lärmbelästigung, der zusätzlichen Verkehrsbelastung und der Bodenverhältnisse. Das Terrain soll kontaminiert sein. Das Thema Bebauung „Auf dem Speckberg“ wird am 9. Mai in der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt (AUS) auf der Tagesordnung stehen.