Wichtiger Wegweiser zu Rat und Recht

Schwerte. (Red.) Kostenfallen bei Freemail-Diensten, Abzocke mit mobilen Zahlungsmitteln, Fallstricke beim Onlineshopping und dubiose Mahnbriefe von Inkassobüros – für rund 9.000 Schwerterinnen und Schwerter war die Schwerter Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr wieder ein wichtiger Wegweiser zu Rat und Recht. Insbesondere Klickfallen beim Onlineshopping erteilte sie ein dickes „Dislike“.  Welche „Fälle“ in 2015 für Verdruss sorgten, darüber informierte jetzt die Leiterin der Verbraucherzentrale, Angelika Weischer, die bei der Vorstellung des Jahresberichts 2015 auch Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Birgit Kollmann vom Kreis Unna am Westwall 4 begrüßen konnte.

Abo-Falle

Vorsicht Abo-Falle: ob Wettervorhersagen, Rezepte oder Spiele – tausendfach wurden Nutzer durch argloses Tippen auf mitgelieferte Werbebanner unbeabsichtigt in ein kostenpflichtiges Abo gelotst: „Von dem angeblichen Vertragsabschluss erfahren die Betroffenen meistens erst, wenn das Abo-Entgelt einfach über die monatliche Mobilfunkrechnung abgebucht wird,“ so Angelika Weischer. „Diese Masche nimmt zu. Um sich davor zu schützen, hilft die Einrichtung einer Drittanbietersperre über den Anbieter.“

Onlineshopping

Immer mehr Konsumenten wissen die Vorteile des Onlineshoppings zu schätzen: „Doch bereits beim Bestellvorgang können kostenträchtige Gefahren lauern: Wesentliche
Produktmerkmale oder Endpreise werden nicht angegeben, bestimmte Zahlungsarten sind kostenpflichtig“, darauf weist Angelika Weischer hin. Das interessierte 2015 viele Verbraucherinnen und Verbraucher.

Telekommunikation

Bei vielen außergerichtlichen Rechtsberatungen und -vertretungen standen einmal mehr Probleme mit Telekommunikationsanbietern im Mittelpunkt – wie in den
vergangenen Jahren auch. Zumeist ging es um nicht nachvollziehbare Posten in der Rechnung oder um Schwierigkeiten bei der Kündigung von Verträgen.

Auch Flüchtlinge mit Verbraucherproblemen

Auch erste Verbraucherprobleme von Flüchtlingen sind bei der Verbraucherzentrale angekommen. Ob Handyverträge, unerwünschte Zeitungsabonnements oder Adressen von seriösen Kleiderannahmestellen: Die Flüchtlinge begleitet von den Flüchtlingshelferinnen und -helfern, erhalten rechtliche Beratung und Hilfe in der Verbraucherzentrale Schwerte.

Energietarife

Ein häufiges Verbraucherärgernis bei Energierechnungen hat die Verbraucherzentrale NRW 2015 vor Gericht klären lassen. „Vielfach wurde beklagt, dass Energieversorger die Abschläge für Strom nach Gutdünken anstatt nach dem tatsächlichen Verbrauch berechneten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat auf eine Klage der Verbraucherzentrale NRW hin entschieden, dass der tatsächliche Verbrauch hierfür Maßstab sein muss und sich die Abschlagsforderung hieran zu orientieren hat.

An Schulen

Auch 2015 hat die Verbraucherzentrale Schule gemacht: Mit acht Veranstaltungen rund um die Themen Geld und Smartphonenutzung hat sie 388 Schülerinnen und Schülern in drei Schulen das kleine Einmaleins des Verbraucheralltags nahe gebracht.Zum Abschluss der Jahresberichts 2015 der Schwerter Verbraucherzentale dankte Bürgermeister Heinrich Böckelühr für die geleistete Arbeit und unterstrichen deren Bedeutung für die Schwerter als Wegweiser zu Rat und Recht.