„Wie entstand das desaströse Haushaltsloch?“

Betr.: Wegrationalisierung von Spielplätzen

Nun ist es schon so weit, dass unsere Kinder, die sich nicht wehren können, zur Sanierung des städtischen Haushaltes herhalten müssen.

Wodurch entstand dieses desaströse Haushaltsloch? Meines Erachtens maßgeblich auch durch den Millionen-Geldvernichter „Spaßbad“. Wenn auch nach außen hin längst nicht mehr existent, wird es uns noch viele Jahre durch die aufzubringende Schuldenlast beschäftigen.

Und das nicht nur für das eigentliche Bad. Auch der Prozess mit dem geschassten Badmanager ist noch lange nicht abgeschlossen, und es wäre nicht verwunderlich, wenn dessen gestellte Forderungen auch noch in voller Höhe von der Stadt erfüllt werden müssten. Es stellt sich die Frage, warum ein von Juristen der Stadt wohl doch wasserdicht abgefasster Arbeitsvertrag nicht schon im ersten Gerichtstermin seinen Abschluss fand.

Wo sind eigentlich die Abnicker zu diesem Bad-Bauvorhaben, die sich trotz großer Gegnerschaft seinerzeit durchgesetzt haben? Bis heute hat sich niemand von denen geoutet und seine damalige Zustimmung bedauert (positives Beispiel: Frau Dr. Margot Käßmann).

Etliche Häuslebauer, deren Brieftasche etwas praller gefüllt war, haben sich seinerzeit auch ein Schwimmbecken genehmigt, als die Wasserpreise noch moderat, der Ölpreis im einstelligen Pfennigbereich lag und auch noch ein verbilligter Nachtstromtarif bestand. Jedenfalls stehen viele dieser privaten Schwimmbecken inzwischen wegen dieser und anderer hoher Nebenkosten ohne Wasser nutzlos da.

Sicher wäre es für einen Studenten beziehungsweise angehenden Doktoranden eine interessante Aufgabe für die Schwerter Bürger den Millionen-Geldschlucker „Spaßbad“ von der Planungsphase bis zum heutigen Datum aufzuarbeiten und vielleicht auch die voraussichtlich noch anfallenden Kosten zu schätzen.

Frage: Wie weit steht die durch die Auflösung der Spielplätze geringe Einsparung von 20.000 Euro für 2013 überhaupt in einem Verhältnis zu den inzwischen aufgelaufenen Kosten für das stillliegende Spaßbad,das als Immobilie jetzt wertlos ist?

Josef Gesierich, Dortmund-Holzen