Wie sicher lebt es sich im Iserlohner Norden?

Rheinen/Hennen. (as) Gabriele Stange macht sich Sorgen. Der SPD-Ratsfrau wurde jetzt zugetragen, dass ein Patient aus Rheinen kürzlich bei einem medizinischen Notfall mehr als 20 Minuten auf den Rettungsdienst warten musste.

Die Parlamentarierin war entsetzt. „Je nach Krankheits- oder Verletzungsmuster kann eine solche Zeitspanne ohne medizinische Versorgung zu schweren gesundheitlichen Folgeschäden oder zum Tod führen“, sagt Gabriele Stange. Von der Verwaltung möchte die SPD-Ratsfrau nun erfahren, wie sicher es sich im Iserlohner Norden lebt. „Auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich in Hennen zwei Senioreneinrichtungen befinden und ebenso wie in Kalthof und Sümmern viele ältere Menschen wohnen und größere Unternehmen ihren Sitz haben, stellt sich die Frage, inwieweit die rettungsdienstliche Versorgung für die 17.000 Menschen des Iserlohner Nordens ausreichend ist“, schreibt sie jetzt an Michael Barth, Vorsitzender des Iserlohner Feuerwehrausschusses.
Sie erinnert daran, dass „die Eintreffzeiten geeigneter Rettungsmittel mit acht Minuten im städtischen und zwölf Minuten im ländlichen Bereich festgelegt“ seien. Die Zeiten übrigens beginnen mit dem Eingang der Notfallmeldung in der zuständigen Leitstelle.
Gabriele Stange will es genau wissen: Nach welchen Kriterien werden Stadtteile in „städtische“ und „ländliche“ Bereiche eingeteilt? In welcher Leitstelle geht der Notruf aus dem Iserlohner Norden ein? Wie viele der Einsätze werden im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung vom Kreis Unna übernommen? Antworten erwartet sie in der Sitzung des Iserlohner Feuerwehrausschusses am 22. September. Damit die Menschen im Norden wieder ohne Rettungsdienst-Sorgen leben können.