Wieder Pläne für Windkraftnutzung

Ergste. (NO) Das Thema Windkraft vor Ort ist wieder aktuell. Bis zu vier 200 Meter hohe Windkraftanlagen sollen auf der Schälker Heide im Landschaftsschutzgebiet direkt an der Schwerter Stadtgrenze zwischen Bürenbrucher Weg und Schälker Landstraße entstehen. Das besagen die Pläne der Firma ABO Wind aus Wiesbaden, die jene Anlagen auf dem Land des Fürsten Maximilian von Bentheim-Tecklenburg errichten möchte. In drei oder vier Jahren könnte mit dem Bau begonnen werden.

Über das Vorhaben infomierte jetzt eine Projektmesse im Gasthaus Zum Schälk – auch, um einem Bürgerprotest beizeiten den Wind aus den Segeln zu nehmen wie dem der 2012 aktiv gewordenen „Initative Schälker Heide Ergste“ (SHE). Danach ließen, wie seinerzeit berichtet, die Schwerter und Iserlohner Stadtwerke ihre Pläne zur Errichtung einer Anlage mit acht Windrädern ruhen.

Diesmal soll es aber was werden mit der Windkraftnutzung auf der Schälker Heide. Allerdings steht man noch am Anfang. Nach Informationen der ABO Wind werden die Abstände der vier Anlagen zu den nächsten Wohnhäusern über 600 Meter betragen. Je nach Anlagentyp könnten die vier Windräder am vorgesehenen Standort insgesamt 29.000 Megawattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen – so viel, wie 20.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen verbrauchen. Im Vergleich dazu haben die Ortsgemeinden Stübbeken und Grürmannsheide zusammen nur 1180 Einwohner.

In der Projektbeschreibung der Entwicklerfirma heißt es zudem: „Weiterhin werden bei der Stromproduktion einer Windenergieanlage jährlich etwa 5650 Tonnen CO2 vermieden, ein Windpark mit vier Anlagen kann entsprechend 22.600 Tonnen einsparen.“ Die ABO Wind merkt außerdem an: „Der Windpark wird auch für die regionale Wertschöpfung von Bedeutung sein. Für die Stadt Iserlohn sind erhebliche Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten. Außerdem wird die ABO Wind beispielsweise möglichst ortsansässige Unternehmen mit dem Bau der Infrastruktur beauftragen. Auch während der Betriebsphase sind Aufträge für Wartung und Pflege zu vergeben, die dauerhafte Einnahmen vor Ort generieren.“

Somit könnte das neue Windkraftprojekt auf der Schälker Heide auch Impulse für Schwerte mit sich bringen.