WM-Grüße aus Russland

Auch Jugendliche aus dem heimischen Raum nehmen an den Deutsch-Russischen Fußballbrücken teil.
Auch Jugendliche aus dem heimischen Raum nehmen an den Deutsch-Russischen Fußballbrücken teil. (Foto: privat)

Dortmund/Hennen/Schwerte. (NO) An den Deutsch-Russischen Fußballbrücken, einem Projekt der Brandenburgischen Sportjugend Kooperation mit dem DFB und dem Deutsch-Russischen Forum im Rahmen der FIFA Fußball-WM, nehmen Jugendliche aus ganz Deutschland an einem Straßenfußballturnieren in St. Petersburg, Moskau, Rostow und Sotschi teil, bei dem der Freundschaftsgedanke im Vordergrund steht.

Der Wochenkurier Schwerter hat darüber bereits im Vorfeld mehrfach berichtet. Mit dabei sind auch Jugendliche aus dem heimischen Raum, die von Uli Kopitz aus Schwerte betreut werden.

Die Schwerterin Kim Potthof und die Dortmunderin Mara Steinborn sind aktiv in der Spielvereinigung Berghofen. Julian Stommel und Julian Höll kommen aus Hennen und gehören dem SC Hennen an. Sie tragen als Turnierteilnehmer dazu bei, mit Sport Brücken der Freundschaft zu bauen.

Am Freitag haben Julian Stommel und Julian Höll dem Wochenkurier Schwerte Infos geschickt. Leider kamen erst am Montag Fotos von anderer Seite dazu, sodass wir den folgenden Bericht erst jetzt bringen können.

Große Herzlichkeit

„Beginn unserer Reise war an den Flughäfen Düsseldorf und Berlin. Bereits um 11 Uhr starteten unsere Flieger gen Sankt Petersburg. Dort um 14 Uhr angekommen, führte unsere Reise zunächst zur Schachschule im Stadtkern. Beim ersten Zusammentreffen von einigen russischen Schachschülern und uns war sofort die russische Gastfreundschaft zu spüren. Mit einem großen, auswahlreichen Buffet und einer aufgebauten Leinwand, auf der das Spiel Iran gegen Marokko übertragen wurde, sind wir sehr herzlich empfangen worden und das WM Gefühl ließ nicht lange auf sich warten.

Am zweiten Tag ging es dann zum ersten Fußballturnier in Novoe Devjatknio. Nach einer kurzen, aber interessanten Führung durch die Schule und einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen startete das Turnier mit einer festlichen Zeremonie.

Dieses Turnier haben wir (Julian Höll und Julian Stommel) mit zwei weiteren Jugendlichen aus Brandenburg unter der Flagge des Irans überraschend für uns entscheiden können.

In der Mitte der stellvertretende Vorsitzender der Pjatigorsker Duma, Mitglied des Komitees für Kultur, Sport und Tourismus, Vasiliy Bandurin.
In der Mitte der stellvertretende Vorsitzender der Pjatigorsker Duma, Mitglied des Komitees für Kultur, Sport und Tourismus, Vasiliy Bandurin. (Foto: privat)

Weiße Nächte

Nach einem weiteren gemeinsamen Abendessen mit allen Spielern ging es zurück in das Hotel. Lange Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht da um 22.45 Uhr schon der Bus zurück nach St. Petersburg zu den weißen Nächten wartete. Bis halb drei haben wir uns dann angesehen, wie die Brücken hochgezogen worden sind und waren erstaunt, dass es zum Zeitpunkt der Rückreise immer noch nicht dunkel geworden war.

Am dritten Tag folgte dann ein Highlight für jeden Fußballfan. Nach einem Besuch in der Eremitage in St. Petersburg und ein wenig Freizeit ging es zum Fußballgucken in die große Fan-Zone. Das Spiel Deutschland gegen Mexiko (das bekanntlich nicht sehr erfolgreich verlief) wurde von uns in der großen Masse und trotz des Ergebnisses mit Freude verfolgt. Am Abend ging es dann mit dem Zug von St. Petersburg nach Moskau.

Im Kreml

Bereits um sieben Uhr morgens hieß es für uns: Raus aus den Schlafwagons und ab auf die Straßen von Moskau. Nach einem Stopp zum Frühstück ging es dann in den Kreml, wo wir eine interessante Führung genießen durften.

Bis 17 Uhr stand dann Freizeit auf dem Programm und wir durften die Stadt auf eigene Faust erkunden. Um 18.30 Uhr fuhr dann unser Zug nach Rostow am Don ab. Damit liebe Grüße aus Russland!“

Die letzten Tage der Deutsch-Russischen Fußballbrücken sind die jungen Sportlerinnen und Sportler in Sotschi. Neben einem weiteren Wettkampf stehen auch dort Besichtigungen auf dem Programm.

Am Mittwoch geht es dann wieder zurück nach Deutschland. Ein Nachbericht folgt.