Zwischen Mozart und den Stones

Schwerte. (as) „Das dritte Mal ist eigentlich der Beginn einer Tradition.“ So hat es Dr. Wolfgang Nockelmann formuliert. Vertraut man dieser These, darf sich das Publikum am Freitag, 11. Oktober 2013, ab 19.30 Uhr auf eine Tratitionsveranstaltung freuen. Die „3. Internationale Nacht der Gitarren“ lockt ins Paul-Gerhardt-Haus an der Ostberger Straße 55. Zu erleben sind – wie es bereits der Name verheißt – drei internationale Künstler. Adam Rafferty (USA), Michael Fix (Australien) und Wim den Herder (Niederlande) wollen den Zauber ihrer Musik entfalten.

Fingerstyle nennt sich die Technik, mit der die drei Musiker ihre Instrumente bedienen. Auf diese Weise kann jeder Instrumentalist vielstimmige Musikstücke auf seiner Gitarre entstehen lassen. „Man schließt die Augen und fragt sich, wieviele Gitarristen hier eigentlich spielen“, sagt Stephan Ebmeier, Pastor der Evangelischen Gemeinde. Die Augen zu schließen, wäre allerdings schade. Denn Jörg Rost wird das musikalische Erleben mit seiner Lichtkunst begleiten.

Kulturprotestantismus im besten Sinn

Ideengeber für die Internationale Nacht der Gitarren war einst Presbyter Dr. Wolfgang Nockelmann. Bei Pfarrer Stephan Ebmeier fand die Idee spontan Zustimmung. „Das ist Kulturprotestantismus im allerbesten Sinn“, sagt er. Das Paul-Gerhardt-Haus für eine ebenso hochkarätige, wie ungewöhnliche und zauberhafte Veranstaltung für alle kulturell ineressierten Menschen zu öffnen – dieser Gedanke hat ihn von Anfang an fasziniert.

Um die Idee umzusetzen, brauchten die beiden Organisatoren jedoch finanzkräftige Unterstützung. Die fanden sie bei der Deutschen Nickel und bei der Volksbank in Schwerte.

„Diese Nächte der Gitarren sind ein großes Erlebnis“, sagt Detlev Reinecke, Niederlassungsleiter der Volksbank in Schwerte. Solch eine Veranstaltung zu unterstützen, sei „eine Ebene für bürgerschaftliches Engagement“.

Herbert Baumann, CEO der Muttergesellschaft der Deutschen Nickel, holt weiter aus. „Vieles in unserer Gesellschaft ist Internet-basiert“, sagt er. Wir laufen mit Smartphones herum, lassen uns auch auch auf der Straße mit Kopfhörern von Musik berieseln. Alles läuft elektronisch und auf Knopfdruck. „Als Traditionsunternehmen wollen wir eine Veranstaltung mit handgemachter Kultur fördern“, sagt Herbert Baumann.

Handgemacht ist die vollakustische Musik, die am Freitag, 11. Oktober, im Paul-Gerhardt-Haus erklingen wird. Mehr noch: Sie ist auch sehr spontan. „Die Künstler werden einzeln, zu zweit und zu dritt spielen“, sagt Dr. Wolfgang Nockelmann. Mehr kann er nicht verraten. Denn das Programm erstellen die drei Künstler erst am Nachmittag vor der „Internationalen Nacht der Gitarren“. Es wird, so Nockelmann, „irgendwo zwischen Mozart und den Rolling Stones“ angesiedelt sein.

Bachs Toccata auf der Gitarre

Dass kein gedrucktes Programm ausgelegt werden kann, erhöht für Stephan Ebmeier den Reiz der Gitarren-Nacht. Immer noch schwelgen er und seine Mitstreiter in den Erinnerungen an die vergangenen Veranstaltungen. Nach wie vor staunend erzählt Ebmeier von „damals, als Michael Fix neben der Orgel stand und Bachs Toccata spielte“. „Diese Künstler beherrschen nicht nur ihr Handwerk, sie sind auch Entertainer“, sagt Dr. Wolfgang Nockelmann.

Dank der Unterstützung von Deutscher Nickel, der Volksbank und auch der Rotarier konnte der Eintrittspreis niedrig gehalten werden. 15 Euro kostet die Eintrittskarte für Erwachsene, 10 Euro für Kinder und Jugendliche. Der Vorverkauf läuft im Gemeindebüro der Ev. Kirchengemeinde in der Große Marktstraße 2, aber auch in den Eventim-Vorverkaufsstellen. Während der Nacht der Gitarren werden Ehrenamtliche aus der Gemeinde für das Catering sorgen und damit die Kasse für die Jugendarbeit klingen lassen.