Aus Alt mach Kunst – Stellwände werden ausgestellt

Auf US-Boy Julian Scott wird es beim ersten der Nord-Staffel wieder ankommen, wenn die Iserlohner das Tor zum Halbfinale zumindest schon einmal ein bisschen öffnen wollen. (Foto: Daniela Berndt)

Iserlohn. Die nächste Auswärtsfahrt führt die Iserlohn Kangaroos am heutigen Samstag, 24. März, 19.30 Uhr nach Quakenbrück. Im Playoff-Viertelfinale der 2. Basketball-Bundesliga/ProB trifft das Team von Headcoach Dragan Torbica auf die Artland Dragons. Die Drachen, die die Hauptrunde als Tabellenerster im Norden beendet haben, haben in dieser Serie den Heimvorteil auf ihrer Seite. Aber auch den größeren Druck.
Erst im Nachsitzen haben die Dragons von Coach Florian Hartenstein am Dienstagabend den Einzug ins Viertelfinale klargemacht. In drei Spielen haben die Niedersachsen die Bayer Giants Leverkusen niedergerungen. Manager Michael Dahmen, Coach Dragan Torbica sowie Kapitän Joshua Dahmen, Simon Kutzschmar, Julian Scott und Donte Nicholas haben das entscheidende Spiel der Serie in der Artland Arena (Jahnstraße 19, 49610 Quakenbrück) live vor Ort verfolgt. Um sich einen Eindruck vom nächsten Gegner zu verschaffen. Und um zu erleben, was sie in Quakenbrück erwartet, wenn die euphorischen Dragons-Fans aufdrehen.
Beim letztlich klaren 90:75-Erfolg konnten die Kangaroos einige, wichtige Erkenntnisse sammeln, die auch mit in die Vorbereitung auf das erste Spiel der „Best-of-Three“-Serie eingeflossen sind.

Angeführt wird das Hartenstein-Team offensiv von den beiden US-Amerikanern Pierre Darrell Bland (SG, 15,7 Punkte; 7,1 Assists; 5,2 Rebounds) und Andre Clinton Calvin (PF, 15,3 Punkte, 5,8 Rebounds). Tatkräftige Unterstützung erhalten beide von Maximilian Rockmann (SF, 14,7 Punkte). „Die Dragons haben mit diesem Trio eine wirklich starke Achse, die auch gegen Leverkusen überragend funktioniert hat“, sagte Manager Michael Dahmen nach dem entscheidenden Spiel der Serie.
Die Dragons auf dieses Trio zu reduzieren, würde der Tiefe des Kaders jedoch nicht gerecht werden. Leon Bahner erzielt im Schnitt zehn Punkte und 6,2 Rebounds. Und auch sein Centerkollege Yasin Kolo legt mit 9,5 Punkten und 6,5 Rebounds in durchschnittlich 18 Minuten Einsatzzeit starke Zahlen auf. Point Guard Philipp Lieser kommt im Schnitt zudem auf 7,1 Punkte und 4,6 Assists.

Hartes Los

Der Hauptrunden-Meister des Nordens ist wahrscheinlich das schwerste Los, das die Kangaroos haben ziehen können. „Ich sehe uns trotzdem nicht chancenlos“, sagt Manager Michael Dahmen. Und ergänzt: „Wir haben ebenfalls ein starkes Team, brauchen uns nicht zu verstecken.“ Zudem haben der Viertelfinal-Einzug und der Last-Minute-Sieg bei LOK Bernau das Selbstvertrauen der Kangaroos weiter gefestigt.
Klar: Die Kangaroos beschäftigen sich im Vorfeld des ersten Viertelfinalspiels natürlich auch mit dem Gegner, den Stärken und Schwächen. Aber: Sie vernachlässigen auch die intensive Arbeit am eigenen Spiel nicht. „Gegen die Dragons muss man 40 Minuten lang zu 100 Prozent fokussiert sein und sein Spiel durchziehen“, sagt Dahmen.

Vergleich auf Augenhöhe?

Denn am Ende des Tages sind die Artland Dragons zwar Tabellenerster im Norden nach der Hauptrunde. Aber: „Auf die Saison gesehen haben sie nur einen Sieg mehr eingefahren als wir. Ich denke, dass es ein Vergleich auf Augenhöhe wird und am Ende die Kleinigkeiten über den Erfolg entscheiden werden. Unser Vorteil ist vielleicht: Artland muss aufsteigen, wir nicht. Also liegt der Druck vor dem Spiel eher bei den Dragons“, so Dahmen.