Begegnung mit einem alten Bekannten

Iserlohn. Am zweiten Spieltag der zweiten Basketball-Bundesliga ProB steht für die Iserlohn Kangaroos das erste Derby auf dem Programm. Am Samstag, 29. September, um 19.30 Uhr in der Schwelm-Arena ist das Team von Headcoach Dragan Torbica Gast der EN Baskets Schwelm. Es ist das erste von insgesamt acht Derbys, die den Kangaroos in der Saison bevorstehen. Doch diese Partie besitzt einen besonderen Stellenwert.

Dass die Schwelmer ihr Auftaktmatch beim SC Rist Wedel vor Wochenfrist verloren haben (82:93), macht das Gastspiel der Kangaroos im EN-Kreis nicht einfacher. Die EN Baskets werden hungrig in die heimische Arena zurückkehren, um vor – und mit – ihren Fans den ersten Saisonsieg zu feiern. Denn direkt im Anschluss an die Partie steigt die große Saisoneröffnung der Schwelmer. Und wie lässt es sich entspannter feiern, als mit einem Derbysieg im Nacken?

Von diesem Drumherum wollen sich die Iserlohner jedoch nicht ablenken oder beeindrucken lassen. Der Fokus ist klar. Und: „Wir werden die Intensität aus der zweiten Halbzeit des Itzehoe-Spiels über 40 Minuten benötigen, um in Schwelm erfolgreich sein zu können“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. Ein besonderes Augenmerk richten die Kangaroos am Samstagabend vor allem auf Niklas Geske. Nicht nur, weil er eine Iserlohner Vergangenheit hat, sondern: „Weil er unbestrittene Qualität hat und der Motor des Schwelmer Spiels ist“, sagt Dahmen.

Zwischen 2013 und 2015 lief Geske im Dress der Kangaroos auf. In der vergangenen Spielzeit ging der ehemalige A2-Nationalspieler in der basketball-Bundesliga für die MHP Riesen Ludwigsburg auf Korbjagd. Dass man den 24-jährigen Point Guard der Schwelmer besser im Blick hat, zeigen seine Statistiken. Bei der Niederlage in Wedel war Geske mit 22 Punkten Topscorer seines Teams, leistete sich insgesamt nur einen Fehlwurf aus dem Feld. Hinzu kamen vier Assists und drei Rebounds.

„Ganz klar: Im Spiel gegen Niklas müssen wir hellwach und fokussiert sein. Wir müssen seinen Aktionsradius einschränken, auch wenn das wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent möglich ist“, sagt Dahmen.

Ja, die Kangaroos müssen auf Geske aufpassen. Dürfen aber auch ihre eigenen Stärken nicht außer Acht lassen. Die zweite Halbzeit des Itzehoe-Spiels sei eine gute Basis, um daran anzuknüpfen. „Wir müssen unser Spiel spielen, den Ball gut bewegen, unsere Situationen kreieren und clevere Entscheidungen treffen“, so Dahmen.

Genau daran haben die Kan­garoos unter der Woche gearbeitet. Mit der Vorfreude auf das Derby im Hinterkopf. „Wir freuen uns auf das Spiel gegen Schwelm, wir wissen, was wir zu tun haben, und wollen unser erstes Derby in dieser Saison möglichst erfolgreich gestalten“, sagt Michael Dahmen.