Cooper schockt starke Iserlohn Kangaroos kurz vor Schluss

Foto: Daniela Fett

WWU Baskets Münster – Iserlohn Kangaroos 77:76 (20:17/22:22/14:22/21:15).

40 Minuten gekämpft, doch am Ende wieder keine Punkte in fremder Halle. Beim Debüt des neuen Headcoaches Milos Stankovic zeigten die Iserlohn Kangaroos eine starke Vorstellung, hatten kurz vor Schluss das Glück aber nicht auf ihrer Seite.
Sie waren ganz dicht dran am dritten Auswärtssieg der Saison, doch am Ende jubelte wieder der Gegner. Beim Stand von 76:75 zehn Sekunden vor Schluss wähnten sich die Iserlohn Kangaroos schon auf der Siegerstraße, ehe Münsters Point Guard Joseph Cooper 2,7 Sekunden vor Schluss einen gut verteidigten Mitteldistanzwurf traf – mitten ins Herz der Iserlohn Kangaroos.
Zuvor hatten die über 2700 Zuschauer in der proppenvollen Sporthalle Berg Fidel ein ausgeglichenes Spiel auf gutem ProB Niveau gesehen, die nach spannenden 40 Minuten eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Der Start ins Spiel gehörte den Hausherren, wenngleich Jozo Brkic die ersten Punkte des Nachmittags erzielte (2.). Über 9:2 setzten sich die Baskets auf 16:7 ab, weckten die Kangaroos damit aber auf. Nikita Khartchenkov verkürzte per Dreier zur Schlusssirene auf 20:17. Völlig ausgeglichen verlief dann der zweite Abschnitt, in dem Münster immer eine kleine Führung behielt, die gut eingestellte Mannschaft von Milos Stankovic jedoch nicht abschütteln konnte.
Hellwach kamen die Gäste auch aus der Kabine, denn das dritte Viertel gehörte eindeutig den Kangaroos. Lamar Mallory startete mit zwei Korblegern in Folge und nach Joshua Dahmens Fastbreak-Layup war WWU-Coach Kappenstein zu einer frühen Auszeit gezwungen (46:50, 24.). Die Gäste blieben jedoch auch in der Folge konzentriert und behaupteten eine kleine Führung, 56:61 stand es nach 30 gespielten Minuten.
Der Schlussabschnitt sollte also die Entscheidung bringen und dieser startete mit je einem Treffer von König und Khartchenkov spektakulär. In der Folge wechselte die Führung mehrfach hin und her. Bitter jedoch, dass Lamar Mallory ausgerechnet in dieser Phase sein zweites unsportliches Foul kassierte und das Spiel für ihn beendet war. Nun schien das Momentum ganz klar auf Seiten der Gastgeber, die durch einen Dunk von Delpeche und einem Treffer von Cooper nach einem technischen Foul gegen die Kangaroos-Bank wieder mit 71:66 führten.
Doch aufgegeben hatten sich die kampfstarken Gäste noch lange nicht. Im Gegenteil: Malte Schwarz traf einen ganz wichtigen Dreier aus der Ecke (73:71, 39.) und eine Minute vor Schluss war wieder alles offen. Die Defense stand nun und nach einem Fehlversuch von Khartchenkov landete der Ball 45 Sekunden vor dem Ende erneut bei Schwarz, der die Kangaroos eiskalt in Führung warf (75:76). Münster leistete sich im Gegenangriff sogar ein Offensivfoul, doch das Stankovic-Team verpasste die Entscheidung und leistete sich zehn Sekunden vor dem Ende ebenfalls einen Ballverlust. Diese Sekunden reichten US-Boy Cooper, der seine Mannschaft abgezockt zum Sieg warf und die Iserlohn Kangaroos um den verdienten Lohn brachte.
„Leider war das Glück nicht auf unserer Seite“, resümierte Milos Stankovic nach den packenden 40 Minuten in Münster. Der Iserlohner Headcoach zeigte sich insgesamt jedoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben als Team sehr gut gefightet und eine richtige Reaktion gezeigt. Wir werden weiter hart arbeiten und ich glaube fest daran, dass wir uns weiter verbessern und dann solche Spiele auch gewinnen werden.“


Iserlohn Kangaroos: Mallory (15), Ziring (-), De Oliveira (3), K. Schwarz (0), M.
Schwarz (15, 6 Rebounds, 5 Assists), J. Dahmen (8, 8 Rebounds), Khartchenkov
(11), R. Dahmen (9), Krumme (-), Brkic (15).

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