Eintracht empfängt Topfavoriten

VfL Eintracht Hagen

Hagen. Nach dem erfolgreichen Saisonstart in die 2. Bundesliga mit 3:1 Punkten erwarten die Handballer des VfL Eintracht Hagen am Freitag in der heimischen Krollmann Arena nun mit dem TuS N-Lübbecke das Schwergewicht der Liga. Der Erstliga-Absteiger gilt bei beinahe allen Experten als Topfavorit auf den Meistertitel in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Verständlich, ist die Mannschaft von Trainer Aaron Ziercke doch mit Nationalspielern nur so gespickt.

Zum Auftakt in die Spielzeit setzten sich die Ostwestfalen souverän 29:21 beim TSV Bayer Dormagen durch. Die Begegnung des zweiten Spieltags des TuS gegen den Wilhelmshavener HV findet unterdessen erst am kommenden Dienstag statt.

„In der vergangenen Spielzeit habe ich den Bergischen HC mit dem FC Bayern München der Liga verglichen. Gleiches gilt nun für den TuS N-Lübbecke“, unterstreicht Hagens Cheftrainer Niels Pfannenschmidt mit Blick auf die Qualität im Kader der Gäste. Speziell der Rückraum um Marian Orlowski, Valentin Spohn, Marko Bagaric oder Dener Jaanimaa hat es in sich. Hinzu kommen etwa mit Linksaußen Jens Bechtloff (Einsatz fraglich) oder Torhüter Peter Tatai Spieler, von denen Pfannenschmidt sagt: „Das sind alles Erstliga-Spieler.“

Trotz der Qualität des Gegners sieht Hagens Trainer seine Farben gut gerüstet. „Das ist für uns jetzt ein angenehmes Spiel. Wir haben mit 3:1 Punkten eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Und man darf nicht vergessen, dass Lübbecke zu uns kommt. Wir haben schon mehrfach bewiesen, dass wir in der Krollmann Arena gegen jeden Gegner bestehen und auch gewinnen können“, betont der Ostwestfale.

Für den 44-Jährigen kommt auch der Zeitpunkt gelegen: „Gerade am Anfang der Saison ist die Chance gegen den TuS etwas zu holen höher, als in zehn Spielen. Sie hatten zwar zum Auftakt in Dormagen viele gute Phasen, haben aber auch einen großen Umbruch mit vielen neuen Spielern zu verzeichnen. Da fehlen manchmal noch die Automatismen.“

Bei dem Unterfangen, dem Favoriten ein Bein zu stellen, muss vor allem die Abwehr am Leistungslimit agieren. „Wir dürfen diese wurfstarke Truppe nicht in einen Lauf kommen lassen, müssen ihnen den Anlauf nehmen, sie in Wurfsituationen bringen, in denen unsere Defensive ein gutes Zusammenspiel mit unserem Torwart hat“, analysiert Pfannenschmidt.

Personell hingen die Grün-Gelben indes unter der Woche weiter am Tropf. „Im Prinzip sind alle Spieler angeschlagen“, berichtet Pfannenschmidt mit Blick auf die Grippewelle, die seine Farben in der vergangenen Woche erfasst hatte. Während der Einsatz von Jonas Dell und Jan-Lars Gaubatz stark auf der Kippe steht, rechnet der Ostwestfale mit dem Einsatz der übrigen Akteure.