Hagen. Endlich wieder ein Sieg! Vor 1280 Zuschauern in der Auer Erzgebirgshalle schlug der VfL Eintracht Hagen den Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib, den EHV Aue, und verlässt die Abstiegsränge. „Dieser Sieg ist eine große Erleichterung für uns und wir haben ein wichtiges Lebenszeichen gesendet“, befand VfL-Cheftrainer Niels Pfannenschmidt nach der Begegnung. Die Mannschaft kann endlich wieder mal ein bisschen durchatmen: Platz 15 bedeutet den rettenden Tabellenplatz.

Zu Beginn des Spiels sah es nicht danach aus, als würde sich die gut fünf Stunden dauernde Fahrt ins Erzgebirge lohnen, denn die Gastgeber übernahmen zunächst das Kommando und gingen in Front. Bis zur 18. Spielminute (9:8) konnte der EHV die Führung behaupten, dann waren es jedoch die drei Hauptakteure auf Seiten des VfL, die die Wende einleiteten.

Zweimal Daniel Mestrum, einmal Jan-Lars Gaubatz und zwei Paraden von Nils Dresrüsse brachten die Wende und die grün-gelben Gäste lagen binnen einer Minute mit 11:9 in Front. Bis zur Halbzeit konnte die Pfannenschmidt-Sieben diesen Abstand halten und ging verdient mit einer 16:14-Führung in die Halbzeit.

Ausgleichstreffer nicht zugelassen

Im zweiten Durchgang schafften es Schmidt, Tubic und Co. den Vorsprung ständig zu verteidigen, was für Pfannenschmidt ein Schlüssel zum Sieg war. „Wir haben es nicht zuge­lassen, dass Aue den Ausgleich wirft. Das war ganz wichtig.“

Meinhardt aus Spiel genommen

VfL Eintracht Hagen -
Starkes Spiel für Daniel Mestrum, der acht Punkte lieferte. (Foto: Frank Kruczynski)

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Partie war es, dass es gelang, Eric Meinhardt, den Dreh- und Angelpunkt im Auer Spiel, weitestgehend zu stoppen. Auf der anderen Seite zeigten Gaubatz und Mestrum eine hervorragende Partie und gingen als Führungspersönlichkeiten voran.

So schaffte es die Eintracht auch, sich zwei Minuten vor dem Ende der Partie auf 31:27 abzusetzen und für die Vorentscheidung zu sorgen. „Dann sind wir etwas nachlässig geworden, aber das passiert in solch einer Situation dann mal“, sah Pfannenschmidt die Ergebniskorrektur der Gastgeber nicht so schlimm und ergänzte: „Der Sieg ist eine Bestätigung der letzten Partien, wo wir auch schon phasenweise richtig gut gespielt haben und das freut mich besonders.“

Die Möglichkeit, einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen, hat die Eintracht am kommenden Freitag, 5. April, um 20 Uhr in der Krollmann-Arena. Dann ist am  29. Spieltag der TSV Bayer Dormagen zu Gast am Ischeland.

VfL Eintracht Hagen - Aue-Hagen
(Foto: Frank Kruczynski)

Dormagen ist Tabellennachbar von Eintracht – mit 24 Punkten stehen sie zurzeit auf Platz 13. Eine kleine Siegesserie liegt hinter den Dormagenern, die im letzten Spiel den Tabellenfünften Lübeck deutlich mit 31:23 besiegten. Die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic glänzte mit einer starken Abwehr und fiel besonders im Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis auf. Ian Hüter und Benni Richter erwiesen sich dabei als besonders torgefährlich und versorgten ihre Mitspieler mit guten Anspielen.

Eng geht‘s zu in der Abstiegsregion, beide Mannschaften werden alles im Duell um die rettenden Plätze geben müssen.

Eintracht hat aber auch in den verloren gegangenen Spielen gezeigt, dass das Team kämpfen kann. Und den Zuschauern wollen alle beweisen, dass sie auch daheim durchaus in der Lage sind, zu gewinnen.