Englische Woche für Phoenix Hagen

Am vergangenen Wochenende bejubelten die mitgereisten Hagener Fans Alex Herrera und Co. nach der denkbar knappen Partie gegen die Uni Baskets Paderborn. (Fotos: Jörg Laube)

Hagen. (cs) Drei Spiele innerhalb von acht Tagen stehen diese Woche auf dem Programm von Phoenix Hagen. Eine „Englische Woche“ würden es die Fußballer nennen. Dass die Partien gegen Nürnberg, Vechta und Heidelberg so eng beieinander liegen, resultiert aus dem verschobenen Spiel gegen Rasta Vechta, das an Halloween aufgrund des Todes von Headcoach Matthias Grothe ausgefallen ist. Bereits erfolgreich absolviert haben die Feuervögel das Auswärtsspiel in Paderborn am vergangenen Samstag, das nach denkbar knappen vierzig Minuten 69:63 (38:40) an Phoe­nix Hagen ging.

Vechta first

Auf der Agenda steht nun als nächstes das Vechta-Nachholspiel am Donnerstag, 14. Dezember, 20 Uhr. Nach langem Hin und Her hatte sich die Liga für diesen – vor allem für die Gäste – unbequemen Termin entschieden. In der ProA-Tabelle stehen die Nordlichter aktuell auf Platz zwei hinter den Crailsheim Merlins mit elf Siegen – Crailsheim verbucht zwölf. Sollte der Sieger am Donnerstag also Vechta heißen, rückt die Tabellenspitze wieder ein Stück näher. Den direkten Vergleich würden vor dem 14. Spieltag aber immer noch die Merlins gewinnen. Doch auch für Phoenix Hagen täte sich einiges, sollten sie die Mannschaft aus Vechta schlagen: Dann würden die Feuervögel genau wie die Hamburg Towers und die Karlsruhe Lions neun Siege verbuchen und könnten sich weiterhin im direkten Verfolgerfeld der Spitzenreiter einnisten.

Heidelberg am Samstag

Eine wirkliche Verschnaufpause wird dem Team von Phoenix Hagen nicht gegönnt. Bereits am Samstag, 16. Dezember, um 19 Uhr sind die MLP Academics Heidelberg zu Gast in der Arena am Ischeland. Das Team von Branislav Ignjatovic steht aktuell auf Tabellenplatz sieben und kann somit als direkter Konkurrent der Feuervögel angesehen werden. Topscorer der Heidelberger ist mit großen Abstand US-Shooting-Guard Syhron Ely mit 14.7 Punkten pro Spiel.

Neuer Phoenix-Coach ab 18. Dezember

Und wären die drei Spiele in einer Woche noch nicht aufregend genug, verkündete Phoe­nix Hagen zu Beginn dieser Woche noch den Nachfolger für Interimstrainer Dietmar Günther. Ab dem 18. Dezember wird der Berliner Kevin Magdowski die Feuervögel gemeinsam mit Co-Trainer Kai Schulze anleiten. A-Lizenz-Inhaber Magdowski ist aktuell Sportdirektor in seinem Luxemburger Verein BBC Residence Walferdange. In dieser Funktion hat er bis zuletzt als Interimstrainer beim Erstligisten ausgeholfen und danach das Damen-Perspektiv­team mit acht Junioren-Nationalspielerinnen betreut. Zuvor war der 39-jährige Berliner in der Off-Season bis September erster deutscher Cheftrainer in Südamerika für den kolumbianischen Erstligisten Aguilas de Tunja in dessen Sommersaison. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung in Hagen. Insbesondere freue ich mich auf die außergewöhnliche Fankultur bei Phoenix Hagen.

Es ist mir eine große Ehre, an diesem traditionsreichen Standort arbeiten zu dürfen. Ich werde alles daran setzen, die in mich gesteckten Erwartungen bestmöglich zu erfüllen“, so Magdowski nach seiner Vertragsunterzeichnung bei Phoe­nix Hagen. Und auch Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel ist vom Ergebnis der Trainersuche begeistert: „Wir haben uns ganz bewusst für Kevin und damit die externe Lösung entschieden. Wir freuen uns auf frischen Wind, seine Ideen, den Blick über den Tellerrand hinaus. Er hat einen hervorragenden Ruf und gilt insbesondere in der konzeptionellen Arbeit sowie Taktik, Spielvorbereitung und Kommunikation als hervorragender Fachmann. Natürlich wissen wir um das schwere Auftaktprogramm für den neuen Trainer. Aber eine Entscheidung, von der wir mittel- und langfristig absolut überzeugt sind, kann nicht vom Spielplan beeinflusst werden.“