ERG Iserlohn gewinnt Klassiker

(Foto: Fotostudio Ebbing, Iserlohn)

Iserlohn. Iserlohn siegt im deutschen Klassiker, fügt damit Cronenberg die erste Saisonniederlage bei und meldet sich somit eindrucksvoll im Konzert der Großen zurück. Einen Tag später allerdings setzte es eine 3:4-Pleite gegen Remscheid.

ERG Iserlohn – RSC Cronenberg 6:3 (3:0)
Die Iserlohner begannen druckvoll und erarbeiteten sich in der 5. Minute einen Penalty, den Joan Salarich knallhart verwandelte. Und keine vier Minuten darauf zappelte die Kugel erneut im RSC-Tornetz, nachdem Sergio Pereira Maß genommen hatte. Da Iserlohn auch im Weiteren nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Abwehr eine 1a-Leistung bot, liefen die Cronenberger dem Rückstand trotz guter Ansätze vergeblich hinterher. Auch eine Überzahl nach „Blau“ für Christopher Hegener (22.) brachte den Bergischen nichts Zählbares ein. Sekunden vor dem Pausenpfiff nutzte Kai Milewski überdies einen Konter, um auf 3:0 zu erhöhen.
Der zweite Durchgang begann wie der erste: Nach nur wenigen Augenblicken bekamen die Hausherren einen Strafstoß zugesprochen, den Joan Salarich erneut souverän in die Maschen setzte – 4:0 (28.). Diesen klaren Vorsprung hielten die Iserlohner nun clever, kontrollierten auch kompakter Defensiver heraus das Spiel. Cronenberg dagegen versuchte immer wieder, den Hebel anzusetzen, konnte aber keine Lücke reißen. Vielmehr mussten die Gäste nach „Blau“ für Aaron Börkei durch einen Direkten von dessen Bruder Adrian Börkei den nächsten Treffer schlucken (45.).
Dass der RSC in den Schlussminuten durch Lucas Seidler (48.), Jordi Molet (49.) und Aaron Börkei (50.) doch noch zum Erfolg kam, hatte nur noch statistischen Wert, zumal Adrian Börkei durch einen weiteren Strafstoß das halbe Dutzend für die Iserlohner vollmachte (50.).
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; P. La Rocca, L. Silva, K. Milewski, J. Salarich, C. Hegener, Ad. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – RSC Cronenberg: F. Hilbertz, L. Geisler; T. Köhler, M. Bernadowitz, J. Molet, O. Platz, S. Rath, L. Seidler, N. Morovic, Aa. Börkei. – Schiedsrichter: B. Ullrich / A. Feiteira.
Torfolge: 1:0 (5./Penalty) J. Salarich, 2:0 (9.) S. Pereira, 3:0 (25.) K. Milewski, 4:0 (28./Direkter) J. Salarich, 5:0 (45./Direkter) Ad. Börkei, 5:1 (48./Direkter) L. Seidler, 5:2 (49.) J. Molet, 6:2 (50./Penalty) Ad. Börkei, 6:3 (50.) Aa. Börkei. – Zeitstrafen: ERG 4 min (C. Hegener/22. – S. Pereira/45.) – RSC 6 min (N. Morovic/28. – J. Molet/31. – Aa. Börkei/45.) – Teamfouls: ERG 13 – RSC 9.

 IGR Remscheid – ERG Iserlohn 4:3 (1:1)
Wenn Remscheid und Iserlohn aufeinandertreffen, dann ist dies stets eine hochemotionale Angelegenheit. Und auch dieses Mal brodelte es ordentlich in der Sporthalle Hackenberg…
Das negative Ende dabei lieferten die Iserlohner mit einer roten Karte für Adrian Börkei (50.), womit alle sportlichen Anstrengungen der Westfalen zunichte waren, noch einen Punkt zu erobern. Die Chancen dazu waren das ganze Spiel über da. Zwar brachte Yannick Peinke die Hausherren in der 18. Minute in Führung, doch es hätte auch genauso gut andersherum sein können, denn beide Teams lieferten sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.
Wenige Augenblicke vor der Pausensirene kochte die Volksseele dann erstmals so richtig hoch, als die Remscheider binnen Sekunden ihr neuntes und zehntes Teamfoul angekreidet bekamen, was Iserlohn einen Strafstoß einbrachte, den Timon Henke zum Ausgleich verwandelte (25.).
In den Kabinen beruhigten sich die Gemüter dann wieder, nach der Pause stand wieder der Sport im Vordergrund. Wobei nun die Iserlohner zunächst das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatten als Timon Henke zum 2:1 abschloss (34.). Nun waren die Hausherren gefordert – und sie ließen Taten folgen: Nur vier Minuten nach dem Rückstand glich Yannick Peinke aus, zwei weitere Zeigerumdrehungen später schon Daniel Strieder zum 3:2 ein. Der IGR-Youngster war es dann auch, der kurz darauf in Überzahl (Christopher Hegener saß eine Zweiminutenstrafe ab) zum 4:2 abschloss (43.).
Entschieden war damit aber noch lange nichts, Iserlohn drängte nun seinerseits und wurde mit dem 3:4 durch Joan Salarich auch belohnt (47.). Drei Minuten verblieben also, um noch die Verlängerung zu erreichen. Die beste Chance bot sich nach dem 15. IGR-Teamfoul, doch die Westfalen konnten den fälligen Strafstoß nicht verwerten (49.). Es folgte der Platzverweis von Adrian Börkei, womit Remscheids Erfolg gesichert war.
IGR Remscheid: J. Langenohl, M. Raab; J. Dutt, F. Selbach, J. Peinke, Y. Peinke, E. Krämer, M. Richter, A. Ober, D. Strieder. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; P. Kirtyan, L. Silva, K. Milewski, J. Salarich, C. Hegener, Ad. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Niestroy / M. Wittig.
Torfolge: 1:0 (18.) Y. Peinke, 1:1 (25./Direkter) T. Henke, 1:2 (34.) T. Henke, 2:2 (38.) Y. Peinke, 3:2 (40.) D. Strieder, 4:2 (43./Überzahl) D. Strieder, 4:3 (47.) J. Salarich. – Zeitstrafen: IGR 2 min (J. Langenohl/25.) – ERG 4 min (J. Salarich/20. – C. Hegener/42.) – Rote Karte: A. Börkei (50./ERG) – Teamfouls: IGR 16 – ERG 13.