Iserlohn. Gleich zwei Mal binnen sieben Tagen treffen die Iserlohn Kangaroos auf die Herzöge aus Wolfenbüttel. Das Duell verspricht Spannung pur. Tip-Off ist am heutigen Samstag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr in der Matthias-Grothe-­Halle.

Starke Nerven sind gefragt

Schon zu früheren Zweitligazeiten trafen die beiden Orte aufeinander und ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: In der Regel sind diese Duelle nichts für schwache Nerven. 2006 sicherten sich die Kangaroos erst am letzten Spieltag – damals noch beim Vorgängerklub Wolfenbüttel Dukes – den Klassenerhalt. Ein Jahr später war es Überflieger Brandon Gary, der per Gamewinner zum Iserlohner Sieg traf. Und auch das letzte Heimspiel brachte erst in der Schlusssekunde die Entscheidung – per Siegtreffer von Terrell Harris zum 81:80.

Nach einjähriger Pause treffen die beiden Teams nun wieder in der Nordstaffel aufeinander, wenngleich sich der Saisonverlauf beider Klubs etwas unterscheidet. Mit einer Bilanz von vier Siegen bei sechs Niederlagen kommen die Niedersachsen als Tabellen-Neunter zum Tabellenführer, drei ihrer Erfolge holten sie dabei in heimischer Halle. Wie zuletzt, als man beim klaren 75:56-Erfolg gegen die Dresden Titans Selbstvertrauen sammelte – und das, obwohl Trainer Steven Esterkamp nur sieben Akteure zur Verfügung standen.

Dies wird sich gegen die Kangaroos wohl ändern, da Kooperationspartner Braunschweig spielfrei hat und die Doppellizenzspieler die Reise ins Sauerland antreten können. Dazu zählen Center Dejan Kovacevic (14,6 Punkte, 7,3 Rebounds), Point Guard Niklas Bilski (11,8 Punkte, 4,4 Assists) sowie die Flügelspieler Luis Figge (11,3 Punkte, 6,1 Rebounds) und Moritz Hübner (12,7, 5,8).

Topwerfer des jungen Teams (20,7 Jahre) ist der US-Amerikaner Elias Osborne, der nach vier Saisonspielen nach Wolfenbüttel kam und seine Führungsrolle bisher eindrucksvoll untermauert. 17,2 Punkte bei einer starken Wurfquote von 52,5% stehen für den Shooting Guard in den Statistiken, beim Sieg gegen Dresden überragte er mit 29 Zählern.

Kangaroos brennen auf den Sieg

„Osborne müssen wir kontrollieren“, weiß Kangaroos-­Headcoach Dragan Torbica, der Wolfenbüttel als „junges, sehr athletisches Team“ einschätzt. Nach der vermeidbaren Niederlage in Oldenburg haben die Kangaroos eine intensive Fehleranalyse betrieben und brennen darauf, nicht nur das sechste Heimspiel der Saison für sich zu entscheiden. „Wir wollen die beiden Spiele gegen Wolfenbüttel unbedingt gewinnen“, gibt Torbica die Marschroute für das doppelte Aufeinandertreffen vor.