Iserlohn Kangaroos kassieren empfindliche Niederlage gegen Rist Wedel

Iserlohn Kangaroos c daniela fett
Es war einfach der Wurm im Spiel der Kangaroos. Da konnte auch Nikita Khartchenkov (am Ball) nichts ausrichten. Jetzt müssen sich die Iserlohner Basketball-Zweitligisten ProB darauf konzentrieren, sich einen Platz in den Playoffs zu sichern. (Foto: Daniela Fett)

Iserlohn. Mit einer empfindlichen Niederlage im Gepäck kehren die Iserlohn Kangaroos vom Auswärtsspiel im Norden zurück. Beim SC Rist Wedel verlor das Team von Trainer Milos Stankovic mit 92:68.

Es bleibt in dieser Spielzeit alles beim Alten: Während die heimische Matthias-Grothe-Halle einer fast uneinnehmbaren Festung gleicht, will es in fremden Sporthallen nicht klappen. Auch beim Tabellenzweiten Rist Wedel war für die Iserlohn Kangaroos nichts zu holen, sodass man am kommenden Wochenende unbedingt einen Sieg holen muss, um das klare Ziel – die Playoff-Teilnahme der zweiten Basketball-Bundesliga ProB – nicht noch zu gefährden.

Im hohen Norden war vor allem die erste Halbzeit ausschlaggebend, in denen die Gäste keinen Fuß auf den Boden bekamen und sich an der gut eingestellten Wedeler Defensive die Zähne ausbissen. Nur fünf Punkte erzielten die Kangaroos im ersten Abschnitt, während Rist nahezu alles traf und bereits nach dem ersten Abschnitt mit 23 Zählern führte (28:5). Ins zweite Viertel fand das Stankovic-Team dann besser und drückte nach Mallorys Dunking den Rückstand wieder unter 20 Punkte (34:15,14.), doch Wedels Headcoach Banobre reagierte mit einer schnellen Auszeit und brachte seine Mannschaft auf Kurs. Bis zur Halbzeit setzten sich die Gastgeber dank einer exzellenten Trefferquote wieder auf 53:25 ab.

Die Kangaroos – von zahlreichen Fans lautstark angefeuert – fühlten sich angesichts der schwachen ersten Halbzeit nun an der Ehre gepackt und starteten mit einem 9:0-Lauf ins dritte Viertel. Und auch in der Folge lief es bei Malte Schwarz und Co. vor allem offensiv deutlich besser, satte 28 Punkte erzielte man im dritten Abschnitt. Dies und ein ausgeglichenes Schlussviertel reichten jedoch nicht zu einer erfolgreichen Aufholjagd, da Wedel weiter exzellent aus der Distanz traf und am Ende 12 seiner 24 Dreier verwandelte. Somit hielt das Banobre-Team die kampfstarken Kangaroos auf Distanz und gewann am Ende mit 92:68.

„Wir haben sehr unkonzentriert angefangen und wurden von Wedel knallhart bestraft“, analysierte Milos Stankovic die schwache Anfangsphase, in der sich die Kangaroos sieben Ballverluste erlaubten und nur zwei ihrer ersten 16 Wurfversuche trafen. Deutlich besser lief es zwar in der zweiten Halbzeit, doch die Hypothek aus dem ersten Abschnitt war letztlich zu hoch. „Wir müssen auf die zweite Hälfte aufbauen und die erste gut analysieren“, richtete Stankovic nach dem Spiel den Fokus auf das wichtige Heimspiel gegen Lok Bernau. Der Tabellendritte kommt am Samstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr in die Matthias-Grothe-Halle.

SC Rist Wedel – Iserlohn Kangaroos 92:68 (28:5/25:20/26:28/13:15).
Iserlohn Kangaroos: Mallory (3, 5 Rebounds), Ziring (0), De Oliveira (8, 5 Rebounds), K. Schwarz (8), M. Schwarz (18), J. Dahmen (9), Khartchenkov (12), Buss (0), R. Dahmen (0), Brkic (10).