Jetzt steht Patrick Seidel am Phoenix-Steuerrad

Hagen. (AnS/ME) Einen Sieg im Testspiel gegen die MLP Academics Heidelberg schenkte das Basketballteam von Phoenix Hagen seinem neuen Geschäftsführer zum Einstand am vergangenen Sonntag. Seit dem 1. September hat Patrick Seidel als Nachfolger des erkrankten Peter Brochhagen beim Bundesligisten auf dem Ischeland die „Manager-Zügel“ fest in der Hand. Dabei hatte der gebürtige Düsseldorfer mit dieser Sportart zunächst nicht unbedingt ‚etwas am Hut‘. „Ich bin von Haus aus Fußballer“, schmunzelt der 36-Jährige, „sowohl als Spieler als auch als Trainer im Jugendbereich.“
2002 begann er seine berufliche Karriere im Sportbereich, Phoenix hatte er dabei immer im Blick – nicht nur als Konkurrenten. „Einige Spiele habe ich mir einfach mal privat in der Volmestadt angeschaut. Wenn mir aber noch jemand vor sechs Wochen prophezeit hätte, in welcher Funktion ich heute hier sitze, dann hätte ich denjenigen für schwer verrückt erklärt.“
Nach dem Traineramt im Fußball und einem Studium im Sportmangementbereich konnte er sich beruflich schnell seiner zweiten Liebe widmen – der Korbjagd. Begonnen hat er diesen Weg in seiner Heimatstadt – als Praktikant. „Damals habe ich alles kernengelernt, was wichtig in diesem Sport ist – sogar Körbe durfte ich montieren,“ blickt er amüsiert zurück. Es folgten Stationen in Paderborn und zuletzt in Essen, wo er eine Klasse tiefer als nun in Hagen leitende Fuktionen übernehmen durfte.

Neue Dimension

In Hagen stößt er jetzt in eine neue Dimension vor. Was ihn aber keinesfalls ängstigt, sondern eher herausfordert. Auch der Phoenix-Aufsichtsratsvorsitzende Sven Eklöh zollt ihm bereits Respekt. „Diese Position erfordert hohen Einsatz bei komplexen Strukturen mit sehr vielen Details,“ erklärt er und ist überzeugt, mit Seidel den richtigen Mann gefunden zu haben. „Er weiß, worum es geht und kennt den Ligabetrieb aus dem ‚effeff‘.“
Der neue Geschäftsführer – mit einem unbefristeten Vertrag ausgestattet – lobt den transparenten Umgang gerade mit Wirtschaftszahlen. „Ich hatte sofort das Gefühl, dass alle hier ein gemeinsames Ziel verfolgen“, ist er begeistert, auch von den Emotionen, die am Ischeland vorherrschen.
Sein Fokus liegt nach seinen ersten Einsatztagen in erster Linie auf dem Beginn der Saison am 24. September und auf Sponsoring und Vertrieb. „Langfristiges Ziel aber“, stellt er klar, „sollte in jeder Saison das regelmäßige Erreichen der Play-Offs sein.“