Hagen. Trotz des Karnevalsonntags war die Laune der Phoenix-Fans mehr in Aschermittwochsstimmung umgeschlagen. Auf der Anzeigentafel stand es schwarz auf weiß: 90:92 verlor Phoenix Hagen am Wochenende gegen die Gladiators Trier, zum fünften Mal in Folge in der eigenen Halle.

Bittersüße Erkenntnis des Abends: Nur im ersten Viertel gut zu spielen, reicht eben nicht für die restliche Spielzeit und einen Sieg aus. Mit 14 Punkten führte das Team gegen die Trierer zur ersten Viertelpause (31:17), dann holten die Gäste kontinuierlich auf und ließen die Gastgeber nur mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung in die Halbzeitpause gehen (47:45).

Kelvin Lewis schaffte zwei Minuten vor Viertelende den Ausgleich, kurz später übernahmen die Gladiators erstmals die Führung, die sie nach und nach ausbauten. Zum Ende des letzten Viertels wurde es dann wieder knapp. Nach einer Aufholjagd durch Jannik Lodders und Dominik Spohr bestand der Hauch einer Chance – nach drei Freiwurfversuchen durch Dunbar – die Verlängerung zu erzwingen. Doch der Ball prallte in letzter Sekunde am Korbring ab, die Niederlage stand fest.

Schwächen zeigten die Feuervögel vor allen Dingen in der Defensive, die teilweise löchrig wie ein Schweizer Käse schien. Auch einige Leistungsträger konnten ihr Spiel nicht durchziehen, vergaben mögliche Punkte, die am Schluss fehlten. Zudem ließ die Freiwurfquote der Hagener zu wünschen übrig – 47 Prozent gegenüber Trier mit 94 Prozent.

Wahnsinniges Spiel

Phoenix-Headcoach Chris Harris erklärte: „Das war ein wahnsinniges Spiel von Trier, sie haben sich sehr reingehängt, nachdem sie anfangs abgehängt worden waren. Vielleicht waren das sogar die besten drei aneinanderhängenden Viertel, die ich mir von Trier je angesehen habe. Ich bin trotz allem stolz auf meine Jungs, dass sie am Schluss, als wir mit acht Punkten zurücklagen, gemeinsam Lösungen gefunden haben. Wir haben zu viel an der Linie liegen gelassen und letztlich war es ein verdienter Sieg von Trier.“

Playoffs?

Auswärts dagegen läuft es: In Paderborn noch konnten die Blau-Gelben zwei Tage zuvor einen Erfolg einheimsen. Auf Platz 8 sind die Feuervögel jetzt abgerutscht, punktgleich mit den Trierern, so „gerade noch“ in den Playoff-Rängen. Jetzt sind die Nürnberger zu Gast am Ischeland: Sie sind auf Rang 6 geklettert; Head-­Coach Ralp Junge darf gemeinsam mit seinem Team von den Playoffs träumen.

Sechs Siege in Folge

Wie bereits schon Phoenix besiegten sie Tabellenführer Chemnitz und konnten zuletzt gegen die PS Karlsruhe Lions den sechsten Sieg in Folge einfahren. Das Offensivspiel ist vor allen Dingen der Schlüssel zum Erfolg: Shooting-Guard Jackson Ross Kent mit durchschnittlich 14,7 Punkten und 3,3 Rebounds, US-Flügel Ishmail Wainwright mit 10.1 Punkten und 7,5 Rebounds sowie Center Robert Oehle mit 12,9 Punkten und 5,9 Rebounds oder Juwan Parker als Top­scorer im letzten Spiel mischen die gegnerische Abwehr gerne auf.

Kampf um Playoffs

Der viertletzte Spieltag auf heimischem Boden wird also richtig spannend: Zwei Mannschaften auf Augenhöhe treffen aufeinander, deren Ziel das Gleiche ist: sich einen Playoff-Platz zu sichern. Sprungball ist am Samstag, 9. März, um 19 Uhr in der Arena am Ischeland.

 

 

 

Anzeige