Hagen. Neue Besen kehren gut – sagt ein Sprichwort. So neu ist Tobit Schneider nicht mehr, aber seit er als Interims-Headcoach mit Alex Nolte an der Seitenlinie steht, läuft es wieder beim ProA-Team von Phoenix Hagen. Zwei Siege in Folge konnten die Feuervögel nach der Entlassung von Kevin Magdowski verbuchen.

Zuletzt stand am 10. Spieltag das Duell gegen die Seawolves Rostock an, das die Hagener knapp mit einem Punkt Vorsprung (98:97) gewannen. Gleich zu Beginn zeigten die Feuervögel in der Hansestadt ihren absoluten Siegeswillen, zogen sie doch direkt mit einer 7:0-Serie davon und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Auch wenn die Rostocker den Hagenern zwischenzeitlich gefährlich nah kamen, wusste das Phoenix-Team souverän zu kontern. Mit einem recht komfortablen 15-Punkte-Vorsprung (35:50) ging es in die Halbzeitpause. Und auch das sonst so gefürchtete dritte Viertel lief für die Feuervögel.

Phoenix Hagen Team
Gute Laune inklusive: Nach Kevin Magdowskis Weggang konnten die Feuervögel mit zwei Siegen begeistern.
(Foto: Jörg Laube)

Ins Schlussviertel ging es dann mit einem Polster von 17 Punkten (58:75). Dieses Mal schien das Schlussviertel ein Knackpunkt zu werden. Die gute Führung schmolz dahin, die Rostocker starteten eine Aufholjagd; Phoenix musste doch noch mal zittern. Im letzten Hagener Angriff reichte es dann aber nicht mehr für ein Foul der Rostocker und Dominik Spohr brachte den Ball bis zum Ablauf der Zeit in Sicherheit.

Nächster Gegner am 11. Spieltag sind die Hamburg Towers. Sprungball ist am Samstag, 24. November, um 19 Uhr in der Krollmann-Arena am Ischeland.

Guter Saisonstart

Die Gäste aus der Hansestadt haben einen fulminanten Saisonstart hingelegt und sich hinter Spitzenreiter Chemnitz einen Platz an der Sonne reserviert. Nachdem die Hamburg Towers in der Saison 2017/2018 hinter den selbst gesteckten Erwartungen blieben und den Playoff-Einzug verpassten, trennte man sich von Heacoach Hamed Attarbashi und gleich mehreren Spielern. Unter anderem vom Hagener Sören Fritze, der nun bei der BG Hagen in der 1. Regionalliga-West aktiv ist. Neuer Cheftrainer der Towers wurde Michael Taylor, der auch die polnische Basketball-Natio­nalmannschaft coacht.

Viele Neue im Team

Sechs Neuverpflichtungen haben zudem den Hamburger Kader verstärkt. Aufbauspieler Achmadschah Zazai, zuvor im Trikot von Ehingen Urspring, führt das Team als Towers-Kapi­tän an und sorgt durchschnittlich für 7,3 Punkte und 7,1 Assists. Als Königstransfer entpuppte sich Andrew Barham. Der 28-Jährige Shooting Forward steuert im Schnitt 18,6 Punkte hinzu. Hochkarätig sind die Gäste zudem unter dem Korb besetzt. Mit Jannik Freese kommt jahrelange BBL-Erfahrung auf den Centerposition auf Alex Herrera und Javon Baumann zu. Mit 2,11 Metern und 112 Kilo gewinnt Freese das Center-Duell zumindest schon einmal größentechnisch. Doch die Feuervögel sind bereit, den Kampf aufzunehmen.

Hamburg Towers
Haben ein straffes Programm in dieser Woche: Die Mannschaft der Hamburg Towers, die am heutigen Mittwoch schon gegen Trier antreten muss. (Foto: Hamburg Towers)

Hamburg zeigt Nerven

Was sich sicherlich nicht so einfach gestalten wird. Platz zwei steht in Hamburg schließlich zu Buche. Allerdings haben die Towers beim letzten Heimsieg gegen die defensiv starken Schalker einige Wackler gezeigt. Erst eine Steigerung im zweiten Durchgang machte die Punktesicherung möglich. Zudem haben die Nordlichter eine härtere Woche als die Feuervögel vor sich: Am heutigen Mittwoch spielen sie bereits gegen die drittplatzierten Römerstrom Gladiators Trier.

Neuer Coach

Phoenix Hagen - Tobit Schneider und Alex Nolte
Zur Zeit das Hagener Trainer-“Dream“-Team: Tobit Schneider und Alex Nolte.(Foto: Jörg Laube)

Bleibt noch die Hagener Trainerfrage: Ein neuer Coach für Phoenix scheint nach der Entlasssung von Kevin Magdowski gefunden. Ein Name wurde aber bis Dienstagmorgen noch nicht genannt. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass der neue Coach so kurzfristig das Team gegen Hamburg leiten kann. Und so wird noch einmal das Interims-Trainerpaar Tobit Schneider und Alex Nolte die Spieler am Samstag motivieren. Alle guten Dinge sind drei und vielleicht gelingt gegen die Towers eine Überraschung…