Hagen. Das anstehende Doppelspieltagswochenende wird für Phoenix Hagen nicht nur anstrengend, sondern auch durchaus entscheidend: Denn es geht um die Sicherung eines Playoff-Platzes. Gestern konnten die Feuervögel im NRW-Derby bereits mit 71:83 gegen die Uni Baskets Paderborn gewinnen, am morgigen Karnevalssonntag, 3. März, sind um 17.30 Uhr die Römerstrom Gladiators Trier in der Arena am Ischeland zu Gast.

Das Team von Headcoach Chris Harris kämpft weiterhin mit einer Erkältungswelle und auch in dieser Woche konnte kein Training mit 100 Prozent fitten Spielern stattfinden. Dominik Spohr war bei der Begegnung gegen die Artland Dragons nur stark geschwächt im Einsatz. Marco Hollersbacher wird zudem weiterhin geschont. Nach einem Besuch bei einem Knie-Spezialisten hat sich das Ärzteteam gemeinsam mit den Verantwortlichen von Phoenix Hagen dazu entschieden, weiterhin äußerst vorsichtig zu agieren, auf weiteres Abschwellen für eine genauere Diagnose zu warten und bei allen Entscheidungen vor allem Hollersbachers Zukunft in den Fokus zu stellen.

Traditionsduell gegen Trier

Alles ist möglich beim Traditionsduell. Die Trierer könnten Phoenix Hagen als Tabellennachbar (Platz 8, ausgeglichenes Punkteverhältnis) am morgigen Sonntag definitiv sehr gefährlich werden. Nicht nur vor dem Routinier des Teams, Jermaine Bucknor, sollte jeder in der Liga gewarnt sein. Allerdings haben die Gladiators in dieser Woche eine schlechte Nachricht zu verkraften gehabt. Leistungsträger, Kapitän und Point Guard Simon Schmitz verletzte sich im Training schwer, seine gebrochene Hand musste am gestrigen Freitag operiert werden. Für den Rest der ProA-Saison fällt der 29-Jährige aus. Head-­Coach Christian Held erklärte: „Wir müssen mit der Situation einfach umgehen und das Beste daraus machen.“

Das Hinspiel ging beim 76:73 knapp an die Trierer, die mit schnellen Angriffen und einem guten Teambasketball punkteten. Aber auch der Mannschaft aus Rheinland-Pfalz steht ein hartes Wochenende bevor, gestern trafen sie auf die Kirchheim Knights.

Heimstärke wiederfinden

Die Feuervögel indes müssen ihre Heimstärke wiederfinden, die sie in diesem Jahr noch nicht gezeigt haben. Phoenix-­Headcoach Chris Harris: „Wir müssen Führungen ausbauen und nicht abgeben. Bei Artland haben wir in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr genug investiert, ich kann den Jungs nicht in den Kopf gucken, aber das war schon eine Fehleinstellung. Trotzdem möchte ich nicht von einem Heimkomplex sprechen, sondern eher von einer Mannschaft, die es nicht schafft, konstant Leistung abzurufen.“

Schwerer Gegner

Und mit Sicht auf den morgigen 26. Spieltag: „Trier ist schwierig einzuschätzen, mal sind sie auswärts stark, mal daheim. Als direkter Tabellenkonkurrent schätze ich sie aber allemal als sehr harten, unangenehmen Gegner ein, der schwer zu schlagen sein wird.“

 

 

 

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