Phoenix will mit mehr Konsequenz Sieg holen

Jeremy Dunbar gab seinen Einstand für die Feuervögel gegen Karlsruhe. Gute 12 Punkte verbuchte der Neuling.(Foto: Jörg Laube/Phoenix Hagen)

Hagen. (Red./AnS) Phoenix Hagen ist an diesem Wochenende doppelt gefragt: Gleich zwei wichtige Spiele hatten bzw. haben die Feuervögel vor der Brust: Bereits am gestrigen Freitag, 9. November, stand die Partie bei BBL-Absteiger Tigers Tübingen an (Ergebnis bei Redaktionsschluss nicht bekannt), schon morgen, 11. November, um 17 Uhr in der Krollmann-Arena müssen die Feuervögel das Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg bestreiten.

Was ist nur los mit Phoenix? Statt den vor Saisonbeginn geäußerten Ambitionen, nach dem 7. Spieltag weit oben, vielleicht sogar auf einem Playoff-Platz zu stehen, sind die Feuervögel tief in den Keller gerutscht. Platz 13 bekleidete das Team von Kevin Magdowski aktuell. Der wiederum betreibt Ursachenforschung und bezeichnet nach der jüngsten, unglücklichen Niederlage zuhause gegen Karlsruhe den Punktverlust als Kirchheim-Syndrom.
Kaum ein Ball – egal aus welcher Situation heraus – traf im dritten Viertel den Korb, viele Ballverluste führten zu Punkten der Gegner. Und eine solide Führung war – wieder einmal – dahin. „Es ist eine sehr ärgerliche Niederlage und das zweite Spiel, das wir aus der Hand gegeben haben. Das müssen wir unmittelbar abstellen“, resümierte der Coach ärgerlich.
Neuzugang und alter Bekannter am Ischeland zugleich, Jermey Dunbar, lieferte dabei eine gute Leistung und landete mit 12 Punkten gleich hinter Hagens Topscorer Kris Davis (14 Punkte).

Holpriger Start

Erste Chance wieder ein paar Pünktchen zu sammeln, gab es gestern gegen die Tigers Tübingen, denen es ähnlich wie Phoenix Hagen erging. Sie hatten sich als BBL-Absteiger sicherlich auch einen anderen Saisonstart vorgestellt und mussten gestern ebenso wie Hagen vorerst um die bessere Platzierung im unteren Drittel der ProA-Tabelle kämpfen.
Headcoach Kevin Magdowski und die Co-Trainer Alex Nolte und Tobit Schneider haben sich in der vergangenen Woche intensiv mit den bevorstehenden Gegnern auseinandergesetzt und intensive Trainingseinheiten angesetzt.

Mehr Konsequenz

Die Feuervögel wollen mehr Konsequenz beweisen: „Wir konnten phasenweise immer mal gut aussehen und zeigen, dass wir Basketball spielen können. Aber jetzt müssen wir auch endlich konsequent sein bis zum Schluss, um als Sieger vom Platz zu gehen“, fasst Kevin Magdowski zusammen.
Für die Feuervögel geht es an diesem Wochenende um vieles, gerade beim morgigen Heimspiel gegen MLP Academics wollen sie ihre Fans mit einer guten Leistung besänftigen.
Die Heidelberger befinden sich aktuell auf dem achten Rang der ProA-Tabelle und haben kürzlich sogar auswärts die starken Römerstrom Gladiators Trier schlagen können. Das Heidelberger Team von Bratislav Ignjatovic verfügt mit der Vierer-Achse Ely, Palm, Oppland und Heyden über ein hohes Maß an (Bundesliga-) Erfahrung und schraubt das Durchschnittsalter der MLP Academics auf 25,2 Jahre hoch. Da liegen die Feuervögel mit 21,9 Jahren (vor der Verpflichtung von Routinier Jeremy Dunbar) deutlich drunter.
Aber auch bei ihnen lief nicht alles rund. Nachdem Heidelberg zu Saisonauftakt gegen die starken Chemnitzer verlor, stellten sich ihnen auch die Baunach Young Pikes und das Team Ehingen Urspring in den Weg. Nach Hagen reisen sie, ähnlich wie einst Schalke, auch mit einem hohen Sieg gegen die Artland Dragons (101:79) im Gepäck.

Gute Defense der Gäste

Besonders in der Defense überzeugten die Gäste. Und auch auf Topscorer Shyron Ely sollten die Feuervögel achten.
Die letzte Begegnung zwischen Phoenix Hagen und den Heidelberg Academics im Januar 2018 konnten die Uni-Städter 78:57 für sich entscheiden. Aber auch die Heidelberger haben ein hartes Wochenende hinter sich: Am Freitag spielten sie bereits gegen Aufsteiger FC Schalke 04.
Bislang waren die Feuervögel in Sonntagsspielen nicht erfolgreich, gegen die Gäste aus dem Süden soll sich das ändern.

Tickets

Tickets für das Heimspiel gegen Heidelberg am Sonntag, 11. November, 17 Uhr, gibt es wie gewohnt online unter reservix.de und ab 15.30 Uhr an der Tageskasse.