Tor zum Playoff-Viertelfinale steht für Kangaroos offen

Eine überragende Leistung zeigte Donte Nicholas zum Playoff-Auftakt in der Matthias-Grothe-Halle. In Bernau können die Kangaroos nun den entscheidenen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. (Foto: Max Winkler)

Iserlohn. Nach dem souveränen 90:72-Heimerfolg vor Wochenfrist fahren die Iserlohn Kangaroos mit breiter Brust nach Brandenburg. Mit einem zweiten Sieg gegen Lok Bernau können die Schützlinge von Cheftrainer Dragan Torbica am heutigen Samstagabend (19 Uhr) den Einzug ins Viertelfinale der Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga/ProB klarmachen.
Keine Frage: Der erste Erfolg in der „Best-of-Three“-Serie am Hemberg hat die „Beuteltiere“ selbstbewusst gemacht. Der Schub, den das Team aus dem deutlichen Heimsieg mitgenommen hat, hat sich auch in der Trainingswoche widergespiegelt. Das Team von Dragan Torbica ist fokussiert, hochkonzentriert.

„Dragan hat es geschafft, die Jungs wirklich gut auf Bernau einzustellen. Und das Team hat das umgesetzt, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen im Rückblick.

Er ist noch immer angetan von der Vorstellung seiner Kangaroos, die individuell und im Kollektiv eine bärenstarke Leistung vor heimischer Kulisse abgerufen haben. „Trotz der überragenden Vorstellung von Donte Nicholas war es für mich in erster Linie ein Erfolg, den wir als Team eingefahren haben“, so Dahmen.
Allen voran beeindruckte Routinier Kristof Schwarz, der von der Bank kam, viel Energie aufs Feld brachte und wichtige Würfe traf. Aber auch Nikita Khartchenkov zeigte seine Spielintelligenz. „Als er gemerkt hat, dass sein Dreier nicht fällt, hat er sein Spiel umgestellt und sichere Würfe aus der Halbdistanz genommen“, sagt Dahmen.
Vor allem in der zweiten Halbzeit haben die Kangaroos das Geschehen auf dem Feld nach Belieben diktiert. Dass die gezeigte Leistung von vergangenen Samstag jedoch kein Ruhepolster für Spiel zwei ist, wissen die Kangaroos. Nicht zuletzt deshalb war die Intensität im Training entsprechend hoch. „Die Mannschaft hat ein klares Ziel. Sie will am Samstagabend das Ticket fürs Viertelfinale lösen“, so Dahmen. Was danach kommt, damit beschäftigt er sich noch nicht: „Wir wissen, wer kommen kann, das reicht uns für den Augenblick. Unser Fokus liegt voll und ganz auf Bernau. Alles andere wäre grob fahrlässig!“ Oder wie Julian Scott es immer formuliert: „Wir machen einen Schritt nach dem anderen.“