Hagen. Endlich geht es wieder los! Am Freitag, 24. August (20 Uhr/ Krollmann-Arena), startet der VfL Eintracht Hagen in die 2. Handball-Bundesliga mit dem Duell gegen den Dessau-Rosslauer HV 06.

Die Grün-Gelben erwarten einen starken Gegner zum Auftakt in den „eigenen vier Wänden“. Schließlich brachte das Team aus Sachsen-Anhalt Erstligist SC DHfK Leipzig in der ersten Pokalrunde an den Rand einer Niederlage. Mit 25:26 verlor das Team von Trainer Uwe Jungandreas gegen die Leipziger. Das Siegtor 30 Sekunden vor Abpfiff warf übrigens ein Ex-Hagener: Niclas Pieczkowski.

Trotz der Niederlage war Dessaus Trainer Jungandreas natürlich nicht unzufrieden: „Wir haben ein sehr engagiertes Spiel gemacht, die Angriffe bis zum Ende ausgespielt und auf die Chancen gewartet. Das war eine sehr gute Vorstellung. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir heute auch für eine Sensation sorgen können.“ Den Schwung aus dem Pokal wollen die Gäste, die in der vergangenen Saison einen Platz hinter der Eintracht in der Endtabelle landeten, auch in Hagen „auf die Platte“ bringen.

Eintracht mit erwartbarer Niederlage

Für den VfL lief der erste Pokalauftritt durchaus „erwartbar“. Gegen den letztjährigen Finalisten TSV Hannover-Burgdorf unterlag die Mannschaft von Niels Pfannenschmidt mit 23:30.

„Das war insgesamt eine positive Vorstellung. Wir haben hier trotz der Niederlage einen guten Eindruck hinterlassen, uns ganz gut verkauft. So habe ich mir das vorgestellt“, bilanzierte Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff.

Die Grün-Gelben hatten gegen „Die Recken“ aus der niedersächsischen Landeshauptstadt von Anfang an keine große Siegchance. Der Favorit hat vom Anwurf weg mehr Offensivdrang und konnte dank einer bärenstarken Abwehr auf 3:0 davonziehen.

Aufholjagd nicht belohnt

Eine kleine Aufholjagd der Hagener wurde von den Hannoveranern ihrerseits mit einem Zwischensprint auf 8:4 (15.) beantwortet. Auch nach dem Seitenwechsel war das Team aus der 1. Bundesliga bestimmend und drückte aufs Tempo, um frühzeitig die Vorentscheidung zu erzwingen. Das klappte auch, denn die Hagener konnten nie näher als auf sechs Tore Differenz herankommen. Positiver Nebeneffekt: Es ergaben sich deutlich mehr Räume für die Grün-Gelben, so dass mehr Kombinationen ausprobiert werden konnten.

Vorfreude beim Trainer

„Wir freuen uns, dass es los geht. Dessau ist eine sehr angriffsorientierte Mannschaft, da müssen wir in der Defensive gut stehen“, so Cheftrainer Pfannschmidt.
Besonders die „tschechische Achse“ zwischen Rückraum und Kreisläufer hat der Eintracht-Coach als besonders wirkunsgkräftiges Angriffselement im Spiel des DRHV ausgemacht.
Vor allem der 27-Jährige Kreisläufer Libor Hanisch ist mit seinen 108 Kilogramm auf 195 Zentimeter verteilt ein echter „Brocken“ in der Mitte, den es zu kontrollieren gilt, um das Duell auf Augenhöhe zu gewinnen.

„Wir spielen zu Hause“, nennt Pfannschmidt einen weiteren Vorteil für seine Mannschaft. Personell muss der gebürtige Ostwestfale auf den Langzeitverletzten Julian Renninger sowie Bartosz Konitz verzichten.