2. Handball-Bundesliga: VfL Eintracht Hagen – EHV Aue (Freitag, 19.30 Uhr, Arena am Ischeland)

Mit zwei Kracherspielen endet das Jahr für die Handballer des VfL Eintracht Hagen in der 2. Bundesliga, ehe es für die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt in die Europameisterschaftspause geht, und der Spielbetrieb bis Anfang Februar ruht. Zunächst treffen die Grün-Gelben auf den direkten Tabellennachbarn EHV Aue, ehe am zweiten Weihnachtstag der TV Emsdetten zum Auftakt der Rückrunde in der Arena am Ischeland gastiert.

Der EHV Aue erlebte in dieser Spielzeit etliche Höhen und Tiefen – vom 14. bis 16. Spieltag belegte die Mannschaft von Trainer Stephan Swat den letzten Tabellenplatz, ehe sie eine Serie von drei Siegen sie auf den 17. Rang und bis auf zwei Punkte an den VfL heranführte. Während die Eintracht in den vergangenen neun Begegnungen 10:8 Punkte sammelte, kam die Mannschaft aus dem Erzgebirge in dieser Zeitspanne auf 6:12 Zähler. Auswärts gelang den Sachsen bisher nur ein Erfolg – am vorletzten Spieltag, ausgerechnet im Ost-Duell mit dem Dessau-Roßlauer HV.

„Aue ist seit der Rückkehr von Spielmacher Eric Meinhardt und dem Halblinken Janar Mägi wieder im Aufwind. Sie haben spätestens mit dem Sieg gegen den HC Elbflorenz die Wende geschafft, haben das Momentum auf ihrer Seite. Sie kommen mit breiter Brust nach Hagen“, analysiert Pfannenschmidt.

Viel wichtiger ist dem Ostwestfalen aber der Blick auf die eigene Mannschaft. Das Spiel bei der DJK Wölfe Rimpar ist analysiert, besprochen und abgehakt („Der Gegner hat gut gespielt, das muss man auch mal akzeptieren“), nun gilt es sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren.

„Wir haben zuhause in dieser Saison sehr stabil gespielt, brauchen uns nicht zu verstecken. Vielmehr gehen wir mit viel Selbstvertrauen ins Spiel und wollen wir unsere Serie von 10:2 Punkten in der Arena am Ischeland ausbauen“, betont der 43-Jährige. Das Ziel ist daher ganz klar formuliert: „Wir besinnen uns auf unsere Stärke – und wollen mit einem Sieg den Abstand auf einen direkten Konkurrenten vergrößern.“

Die Vorzüge der Gäste sieht Pfannenschmidt im physischen Bereich: „Sie sind sehr stabil, stellen eine körperlich sehr starke Mannschaft.“ Neben Meinhardt und Mägi gilt es den dritten Rückraumspieler Gregor Remke zu beachten, der genau wie Kreisläufer Phillip Jungmann der Leipziger Nachwuchsschmiede entstammt.

Wie beinahe alle Mannschaften zu diesem Zeitpunkt der Saison gehen auch die Grün-Gelben auf dem Zahnfleisch und haben mit einigen Blessuren oder Trainingsausfällen zu kämpfen. Generell sagt Pfannenschmidt mit Blick auf sein Personal dennoch: „Soweit alles gut.“ Verständlich, stehen ihm mit der Rückkehr von Tim Lindner (Kehlkopfverletzung) und Jan König (Einsatz in der zweiten Mannschaft) abgesehen vom Langzeitverletzten Jan-Lars Gaubatz voraussichtlich wieder alle Akteure zur Verfügung.