Zweite Basketball-Ligen: Für alle ist ein Stühlchen frei

Iserlohn. (as) Die Besetzung der Basketball-Ligen ProA und ProB erinnerte in diesem Jahr ein wenig an das Gesellschaftsspiel Reise nach Jerusalem. Allerdings mit gutem Ausgang. Am Ende war für alle „Reisenden“ doch noch ein Stühlchen, also ein Platz in der Wunschliga frei.
Die Verantwortlichen der 2. Basketball-Bundesliga, zu der sowohl ProA wie auch ProB gehören, stimmten in ihrer Sitzung am Samstag, 24. Juni, zu, dass die Artland Dragons aus Quakenbrück den ProA-Platz von Bundesliga-Absteiger Rockets Gotha übernehmen.
Übertragung des Teilnahmerechts nennt sich das. Denn die Gothaer Rockets verzichten auf ihren Platz in der ProA und wollen aus wirtschaftlichen Gründen einen Neuanfang in der fünften Liga, also der 2. Regionalliga, in Angriff nehmen.

Doch in Thüringen soll der Profibasketball erhalten bleiben. Denn Rockets-Manager Wolfgang Heyder gründete gemeinsam mit Rockets-Nachwuchskoordinator Florian Gut die neue „XXL Baskets GmbH“ mit Sitz in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.
Beinahe wäre der Traum vom Profibasketball geplatzt, weil das Startrecht für den nächsten freien Platz in der ProB per Übertragung des Teilnahmerechts an den ProB-Absteiger BBC Coburg vergeben worden war. Die Gothaer Rockets, deren zweite Mannschaft aus der 1. Regionalliga in die ProB aufgestiegen war, verzichteten nämlich auf ihr Startrecht und sicherten Coburg somit mindestens eine weitere Saison im Profi-Basketball.

Die neuen XXL-Baskets hatten dennoch Glück: Sie bekamen den ProB-Platz zugesprochen, den die Artland Dragons freigemacht haben, indem sie sich für den Startplatz in der höheren ProA enschieden haben. Zuvor hatten die Geschäftsführung der 2. Basketball-Bundesliga und auch der Gutachterausschuss den neuen XXL-Bewerber in Sachen Wirtschaftlichkeit überprüft.
Die Erfurter XXL-Baskets könnten in der kommenden ProB-Saison also auf die Iserlohn Kangaroos treffen. Die Iserlohner hätten durchaus auch bei der Reise nach Jerusalem mitspielen und um einen Platz in der höheren ProA streiten können. Doch die Iserlohner wollten nicht am grünen Tisch in die nächste Liga stürmen, sondern setzen stattdessen auf solides Wachstum und den sportlichen Erfolg. Wer weiß? Vielleicht kann am Ende der Saison 2018/2019 ein ganz regulärer Aufstieg gefeiert werden.