„Restless Legs“: Das leidvolle Kribbeln

Restless-Legs-Syndrom
„Restless Legs“, unruhige Beine: Nervosität, Einbildung oder ernste Krankheit? Experten geben Infos und Tipps am Telefon. (Foto: alco81/fotolia.com)

Hagen. „Immer wenn ich abends zur Ruhe kommen will, geht das Kribbeln in den Beinen los. Ich muss dann einfach aufstehen und herumlaufen. Manchmal finde ich gar keinen Schlaf…“ So oder ähnlich beschreiben Betroffene Beschwerden, die typisch für eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt sind: das Restless-Legs-Syndrom.

Jede 10. Frau?

Nach Angaben der „RLS – Deutsche Restless Legs Vereinigung“ leiden zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung unter RLS, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Viele der Betroffenen halten sich für überempfindlich oder schieben die Beschwerden auf Nervosität oder Stress. Doch tatsächlich steckt hinter den „ruhelosen Beinen“ eine Störung des Stoffwechsels bestimmter Botenstoffe im Zentralnervensystem.

Weil die Symptome auch vielen Ärzten Rätsel aufgeben, vergeht oft viel Zeit, bis die Krankheit diagnostiziert und behandelt wird. Zu viel Zeit, denn die Betroffenen müssen sich mit Einbußen in ihrer Lebensqualität abfinden: Ständige Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, verminderte Leistungsfähigkeit und mögliche Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder eine Depression sind ein hoher Preis für einen späten Behandlungsbeginn.

Betroffene fragen – Experten antworten

Woran man ein RLS erkennt, wie eine sichere Diagnose gestellt werden kann und wie man die Erkrankung erfolgreich zu behandeln vermag, dazu informieren Experten anlässlich des Welt-RLS-Tags 2018 am Lesertelefon: Donnerstag, 20. September, zwischen 12 und 16 Uhr unter 0800 / 2 811 811. Der Anruf ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

Könnte es sich bei meinen Beschwerden um ein RLS handeln? Welche Medikamente gibt es und wirken sie auch auf lange Sicht zuverlässig? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Welche Rolle spielt der Eisenspiegel? Was hilft noch, um wieder ruhig ein- und durchschlafen zu können?

Alle Fragen rund um das Thema „Restless Legs Syndrom“ beantworten:
• Priv.-Doz. Dr. med. Cornelius Bachmann; Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie an der Paracelsus-Klinik in Osnabrück, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats im RLS e.V.
• Lilo Habersack; Vorstandsvorsitzende der RLS e.V., München
• Dipl. med. Safi Hazzan; Facharzt für Neurologie, Kompetenzzentrum RLS und Beinschmerzen, Arbeits- und Organisationspsychologe M.A., Düsseldorf
• Cosima Jastrow; RLS-Patientin und Patientenbotschafterin, Berlin
• Dr. med. Ines Peglau M.A.; niedergelassene Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Schwerpunktpraxis RLS, Berlin.