Sonne macht nicht nur glücklich, sondern hilft auch bei der Produktion des fettlöslichen Vitamin D.

Dabei ist es kein Vitamin im klassischen Sinne, sondern ein hormonartiger Wirkstoff, der eine entscheidende Rolle in den Stoffwechselprozessen des menschlichen Körpers spielt, wie zum Beispiel bei der Regulierung der Kalzium- und Phosphataufnahme, beim Zellwachstum, Muskelstoffwechsel sowie bei der Immunabwehr. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Versorgung hiermit essenziell für die Gesundheit. Andere Vitamine kann der Mensch allein durch Nahrung aufnehmen. Vitamin D hingegen nicht. Dies liegt daran, dass nur sehr wenige Lebensmittel, beispielsweise fetter Fisch, genügend davon enthalten. Bei ausreichender UVB-Bestrahlung kann der Körper jedoch bis zu 95 Prozent über die Haut selbst produzieren. Aber viele Menschen bekommen nicht ausreichend Sonnenstrahlen ab, weil sie einen Großteil ihres Tages in geschlossenen Räumen verbringen oder im Freien Sonnencreme verwenden, um sich zu schützen.

Zudem reichen die UVB-Strahlen während des Winters in Deutschland nicht aus, da der Einfallswinkel der Sonne zu flach ist. Insofern können wir generell von einem latenten Mangel an Vitamin D im Frühling ausgehen.

Feste Knochen dank Vitamin D

Vitamin D spielt eine Schlüsselrolle im Kalzium- und Phosphatstoffwechsel, denn es fördert die Kalziumaufnahme im Darm und dient der Mineralisation und Härtung von neu gebildetem Knochengewebe. Bei einem zu niedrigen Vitamin-D-Gehalt sinkt zunächst der Kalziumspiegel. Damit Herz und Muskeln hierdurch keinen Mangel erleiden, geben die Knochen dann nach kurzer Zeit Kalzium frei.

Somit können sie nicht mehr ausreichend Kalzium einlagern. Bei langanhaltendem Mangel kommt es so im schlimmsten Fall zu einer Knochenerweichung, der sogenannten Osteomalazie, die sich in Knochenschmerzen äußert. Insbesondere Frauen nach der Menopause leiden zudem an der chronischen Skeletterkrankung Osteoporose, bei der sich die Knochenmasse verringert und das Knochengewebe verfällt. Stürze und Knochenbrüche können die schmerzhafte Folge sein. Studien zufolge minimiert ein konstant hoher Vitamin-D-Spiegel das Risiko für Stürze und führt zudem in Kombination mit Kalzium zu einer Erhöhung der Knochendichte.

Herz intakt mit dem Sonnenvitamin

Enzyme beeinflussen als Katalysatoren nahezu alle Stoffwechselprozesse im Körper. An etwa 200 dieser verschiedenen enzymatischen Reaktionen im Körper ist Vitamin D beteiligt.

Aus diesem Grund spielt es eine bedeutende Rolle in Bezug auf die menschliche Gesundheit, insbesondere auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Deshalb kann ein Mangel an Vitamin D laut Studien zu Erkrankungen der Blutgefäße, Herzmuskelproblematiken und Bluthochdruck führen. Eine ausreichende Versorgung hingegen sorgt für eine erhöhte Fibrinproduktion.

Vitamin-D-Spiegel immer im Griff

Ein Mangel an Vitamin D wirkt sich Studien zufolge sogar ungünstig auf den Verlauf von Krebserkrankungen aus, zudem gibt es Hinweise darauf, dass ein ausreichend hoher Vitamin-D-Spiegel das Auftreten von Krebserkrankungen reduzieren kann. Deshalb sollten gesundheitsbewusste Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel diesen unbedingt durch die tägliche Einnahme von 800 bis 2.000 IE Vitamin D ausgleichen.

(Foto: Albrecht E. Arnold /pixelio.de)