Das kommt 2018 auf die Autofahrer zu, Teil 1

Im Jahr 2018 müssen sich Autofahrer auf einige neue Regelungen einstellen. Die Neuerungen betreffen beispielsweise die M+S-Reifen, die Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung und die Einführung des Notrufsystems „eCall“.(Foto: ADAC/Wolfgang Grube)

Mit dem neuen Jahr treten auch einige neue Regeln und Vorschriften für Autofahrer in Kraft. Hier die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick, Teil 1:
Einmal mehr erwartet die Autofahrer 2018 ein spannendes Jahr. So stehen zum Jahreswechsel wieder zahlreiche Gesetzesänderungen und Anpassungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf dem Plan. Dabei könnten die Diesel-Fahrverbote in Großstädten, über die das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 22. Februar 2018 entscheiden wird, sicher zu den größten Veränderungen zählen.
Aber auch bei der geplanten deutschen (Ausländer-)Maut wird für 2018 mit Bewegung gerechnet.

Geplant: Einheitliche Kraftstoffbezeichnung

Über die Realisierung einer einheitlichen Kraftstoffkennzeichnung und damit einem Ende der Verwirrung an der Zapfsäule wird ebenfalls ab dem neuen Jahr nachgedacht. Die gleichartige Kennzeichnung des richtigen Kraftstoffes wird der Autofahrer somit bald in der Bedienungsanleitung und dem Tankdeckel seines Fahrzeugs sowie an der Zapfsäule und Zapfpistole der Tankstelle finden.
Ebenfalls in Planung für das kommende Jahr: höhere Anforderungen beim Führerschein, eine bessere Ausbildung für Fahrlehrer sowie neue Prüfungsanforderungen für Zweiradmechaniker-Meister.

Die wichtigsten für 2018 bereits beschlossenen Änderungen

  • Neue Reifenkennzeichnung zum 1. Januar 2018: Zum Stichtag müssen neue Winterreifen mit einem „Alpine“-­Symbol (dreigezacktes Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sein. Dies entspricht einem Qualitätssiegel. Winterreifen mit der bisher gängigen M+S-Kennzeichnung dürfen jedoch noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden.
  • Höheres Bußgeld bei Verstoß gegen Winterreifenpflicht zum 1. Januar 2018: War ein Autofahrer ohne geeignete Winterbereifung unterwegs, wurde er bisher mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg bestraft; bei einer zusätzlichen Behinderung mit 80 Euro. Ab 2018 wird nun auch der Halter des Fahrzeugs bestraft. Ihm drohen ab dann eine Geldbuße von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg.
  • Abgasuntersuchung (AU) mit „Endrohrmessung“ zum 1. Januar 2018: Zum Stichtag wird bei der AU die so genannte „Endrohrmessung“ bei allen Fahrzeugen Pflicht. Bislang waren Fahrzeuge ab dem Baujahr 1. Januar 2006 im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) von der Abgasmessung am Endrohr per Sonde befreit. Durch die Endrohrmessung sollen Defekte an der Abgasanlage besser erkannt werden.
  • Neue Typ- und Regionalklasse bei der KFZ-Versicherung zum 1. Januar 2018: Zum Jahreswechsel werden die neuen KFZ-Versicherungstarife fällig. Ermittelt wird die Höhe anhand der Neueinstufung der Typ- und Regionalklasse. Darüber haben die Versicherungen ihre Kunden bereits im Herbst dieses Jahres informiert.
  • Euro 4 für neue Mopeds und Microcars zum 1. Januar 2018: Die Schadstoffwerte der Euro 4 gelten jetzt auch für zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Neben neu in den Verkehr gebrachten Mofas und Mopeds sind davon auch Trikes, Quads und Leichtkraftfahrzeuge (Microcars), die zulassungsfrei ab einem Alter von 16 Jahren gefahren werden dürfen, betroffen.(Quelle: KS)

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