Zum Frühjahrs­check gehört es, auch den Ölstand zu überprüfen. Denn über den Winter kann sich Kondenswasser im Öl gebildet haben. Deshalb müssen Füllstand und Zustand überprüft werden.

„AUTOStraßenverkehr“ hat die wichtigsten Antworten zum Motoröl in der aktuellen Ausgabe aufgeschrieben.

1Welches Öl darf man benutzen?

In der Betriebsanleitung steht, welche Spezifikation ein Öl erfüllen muss. Auch der Fachhandel weiß Bescheid, welches Öl Sie verwenden müssen. Die Viskosität allein ist kein Maßstab. Wer selbst etwa im Baumarkt einkauft, muss sich ein wenig auskennen. Denn auf den Motorölen ist nur die aktuellere, höherwertige Norm angegeben. Das macht die Zuordnung schwieriger.

2Was sagt die Viskositätsangabe auf der Ölflasche?

Mehrbereichsöle decken weite Temperaturbereiche ab. Bei der Benennung der sogenannten SAE-Klassen (seit 1931 von der Society of Automotive Engineers definiert) wird immer zuerst die Fließfähigkeit bei Kälte mit dem Zusatz W genannt. Nach dem Bindestrich folgt die Angabe der Viskosität bei hoher Temperatur.

Je kleiner die Zahl vor dem „W“, desto besser ist die Fließfähigkeit bei Kälte. Je höher die zweite Zahl, desto temperaturfester ist das Öl.

3Darf man mineralische und synthetische Öl mischen?

Ja, das ist problemlos möglich, auch wenn das früher als Todsünde galt.

Sie können also beim Nachfüllen auch Reste anderer Öl aufbrauchen. Allerdings muss das Öl stets die Markenspezifikation des Autoherstellers erfüllen, um Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Hersteller zu wahren.

4Kassenbon aufbewahren

Wer Motoröl kauft, sollte die Quittung aufbewahren. Auch nach einem längeren Zeitraum müssen Tankstellen, Bau- oder Fachmärkte das Altöl in der gekauften Menge kostenfrei wieder entgegennehmen und entsorgen.

Neben Tankstellen oder Werkstätten sind auch die örtlichen Wertstoffhöfe verpflichtet, das gebrauchte Motorenöl anzunehmen. Manchmal sind diese Dienstleistungen allerdings kostenpflichtig.