Drohnen-Flug muss versichert werden

Drohne
Drohnen-Flieger brauchen für den Fall des (Un-)Falles eine Haftpflichtversicherung. (Foto: Bärbel Taubitz)

Hagen. Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl der Drohnen auf mehr als eine Million steigen, schätzt die Deutsche Flugsicherung. Kein Wunder, denn Einsteiger-Geräte sind mittlerweile günstig zu haben. Doch Drohnen sind nicht nur Spielzeug, sondern gelten als Luftfahrzeuge und müssen daher zumindest haftpflichtversichert sein.

Wer seine Drohne außerhalb der eigenen vier Wände fliegen lassen will, braucht wie beim Auto eine Haftpflichtversicherung. Kommt es zum Unfall, zahlt die Versicherung die Schäden, die die Drohne verursacht. Wer seine Drohne nur privat nutzt, muss aber keine eigene Drohnen-Haftpflicht-Versicherung abschließen. Es reicht in der Regel die normale Privathaftpflicht. Für hochwertige Drohnen kann sich eine spezielle Drohnen-Kasko-Versicherung lohnen. Diese zahlt dann auch für die Schäden an der Drohne selbst.

Haftpflicht prüfen

Um sicherzugehen, dass auch Drohnen-Schäden versichert sind, sollten Verbraucher unbedingt ihren Haftpflichtvertrag prüfen. Grundsätzlich gilt der Haftplicht-Schutz für die ganze Familie; Freunde und Bekannte sind hingegen ausgeschlossen. Wichtig ist: Die Versicherungssumme sollte mindestens zehn Millionen Euro betragen. Vor Vertragsabschluss sollte man unbedingt das Kleingedruckte beachten, denn manche Versicherer schränken den Schutz beispielsweise in Bezug auf das Gewicht der Drohne ein.

Wichtige Flugregeln

Wer seine Drohne draußen steigen lässt, sollte sich immer an die Drohnenverordnung des Bundesverkehrsministeriums halten. Denn wird das Fluggerät regelwidrig genutzt, zahlen einige Versicherer nicht.

Die wichtigsten Regeln: Es darf nur über unbebauten Gebieten geflogen werden. Zu Flughafenzäunen ist ein Abstand von 1,5 Kilometern einzuhalten, die maximale Flughöhe beträgt einhundert Meter. Wiegt die Drohne mehr als 250 Gramm, muss sie eine Plakette mit dem Namen des Besitzers tragen. Ist das Gerät schwerer als zwei Kilogramm, braucht der Pilot einen Drohnenführerschein, ab fünf Kilo ist sogar eine behördliche Erlaubnis nötig.

 

Anzeige