„Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum“ – zumindest für jeden zweiten Deutschen gehört er zu Weihnachten wie die Geschenke, der Braten oder die Gemütlichkeit. Das hat eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag des Wohnungsunternehmens Vonovia ergeben.

Über 1.000 Deutsche jedes Alters, aus Ost und West, alt und jung wurden danach befragt, ob sie dieses Jahr einen Weihnachtsbaum kaufen wollen. Für 50 Prozent der Umfrageteilnehmer führt daran kein Weg vorbei – 49 Prozent von ihnen verzichten auf einen Christbaum in der Wohnung. Auf den ersten Blick ein ausgeglichenes Ergebnis, die Studie führte jedoch noch weitere Erkenntnisse zu Tage.

Der aktuellen Emnid-Studie zufolge, sind die Deutschen geteilter Meinung – die eine Hälfte hat vor, dieses Jahr einen Weihnachtsbaum zu kaufen, die andere hat sich dagegen entschieden. Beliebt bei Jüngeren Dabei fällt auf: Christbäume sind vor allem bei den jüngeren Umfrageteilnehmern beliebt. 58 Prozent der 30- bis 39-Jährigen werden sich einen kaufen, wohingegen bei den über 60-Jährigen nur 41 Prozent vorhaben, sich eine Nordmanntanne ins Wohnzimmer zu stellen. Ein weiteres Ergebnis der Studie erscheint nachvollziehbar.

Singles verzichten

Singles würden zumeist auf einen Weihnachtsbaum verzichten – zumindest in den eigenen vier Wänden. Nur 18 Prozent wollen für sich selbst einen Baum kaufen. Es zeigt sich auch, je größer der Haushalt, desto eher wird ein Weihnachtsbaum angeschafft. Bei den Paaren sind es schon 51 Prozent, bei den Familien und Wohngemeinschaften mit drei Personen 65 Prozent und bei Vier-oder mehr-Personenhaushalten entscheiden sich sogar 69 Prozent der Befragten für einen Weihnachtsbaum.

Frage des Gehaltes

Die Umfrageergebnisse zeigen auch: Ob ein Weihnachtsbaum gekauft wird oder nicht, ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes. In Haushalten, die mit einem Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro wirtschaften müssen, planen nur 28 Prozent die Anschaffung eines Tannenbaums, wohingegen bei Umfrageteilnehmern, deren Haushaltsnettoeinkommen über 3.500 Euro liegt 69 Prozent einen solchen erwerben wollen. Bei den Einkommensschichten dazwischen, nimmt die Bereitschaft für einen Weihnachtsbaum Geld zu bezahlen immer mehr zu. Bei einem gemeinsamen Nettoeinkommen bis zu 2.000 Euro sind es bereits rund ein Drittel der Studienteilnehmer, bei 2.000 bis 2.500 Euro mit 53 Prozent schon mehr als die Hälfte. Und bei denjenigen, die monatlich bis zu 3.000 Euro zur Verfügung haben, sind es schon 62 Prozent.

Hinsichtlich der Herkunft der Umfrageteilnehmer lassen sich keine besonderen Auffälligkeiten feststellen. Zwar scheint der Weihnachtsbaum in den neuen Bundesländern noch etwas enger zum Fest dazu zugehören, der Unterschied fällt aber nur gering aus.

„Nordmänner“ beliebt

Während im Westen des Landes 49 Prozent angegeben haben, einen Christbaum für zu Hause kaufen zu wollen, sind es im Osten 53 Prozent. Generell werden am liebsten Nordmanntannen als Weihnachtsbaum aufgestellt.