Merkliste für stressfreien Wohnungswechsel

Umzugsstress lässt sich durch gezielte Vorbereitung deutlich reduzieren. (Foto: Romy1971/pixelio.de)

Hagen. Ein neuer Job in einer anderen Stadt, Familienzuwachs oder das Zusammenziehen mit dem Partner machen einen Wohnungswechsel jährlich für einige Millionen Deutsche notwendig. Vor, während und nach dem Umzug müssen unzählige Dinge bedacht werden. Wie der Wohnungswechsel so stressfrei wie möglich gelingt und was keinesfalls vergessen werden sollte – hier ein paar Tipps der Berliner Finanzexperten „bonify“.

Wohnungssuche und Bonitätsauskunft

Wer kennt das nicht: Auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder einem WG-Zimmer müssen in der Regel neben unzähligen erschöpfenden Besichtigungsterminen auch noch die Zusammenstellung zahlreicher Dokumente organisiert werden. Vermieter fordern normalerweise die Vorlage einer ausgefüllten Mieterselbstauskunft, einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, einer Bonitätsauskunft und der letzten Gehaltsnachweise. Mithilfe dieser Unterlagen wollen sie einschätzen, wie zahlungsfähig potenzielle Neumieter sind. Ohne diese Dokumente sind Wohnungssuchende von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen quasi chancenlos.

Aber bis all diese Nachweise zusammengetragen sind, kann viel Zeit verstreichen. – Zeit, in der die Traumwohnung im schlimmsten Fall bereits vom Markt ist. Dieses Problem lösen Mieterauskünfte: Wer sich als Nutzer auf entsprechenden Plattformen registriert, kann sich alle geforderten Informationen in nur einem einzigen Dokument herunterladen – Vermieter können die Informationen anschließend mittels eines Validierungscodes prüfen. Einkommen, Bonität und Mietschuldenfreiheit werden auf einen Blick bestätigt und Wohnungssuchende sparen sich mehrere Gänge und herkömmlich erforderliche Gebühren.

Checkliste für den Wohnungswechsel

Ist eine neue Wohnung gefunden und die Tinte auf dem neuen Mietvertrag getrocknet, geht die Umzugsplanung in die heiße Phase: Strom- und (falls vorhanden) Gasversorger sowie Telefon- und Internetanbieter sollten so schnell wie möglich gekündigt oder umgemeldet werden.
In den Verträgen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind die Kündigungsfristen aufgeführt. Auch der Arbeitgeber und die Krankenkasse, die Bank und sonstige Vereine und Institutionen, zu denen eine Mitgliedschaft besteht, sollten umgehend über die neue Adresse informiert werden. Abo-Kunden von Zeitungen & Co haben sich auch hier umzumelden.
Bei den ganzen Ab-, An- und Ummeldungen sollte das Wichtigste nicht vergessen werden: Man muss sich selbst ebenfalls innerhalb von zwei Wochen ummelden. Zum Ummelden sind dann der Personalausweis, der neue Mietvertrag, die Einzugsbestätigung des Vermieters und das ausgefüllte Anmeldeformular mitzubringen, das auf der Webseite der Meldebehörde zum Download bereitsteht.

Der Umzug

Rückt der eigentliche Umzugstermin näher, will der ganze Hausrat in Kisten, Kartons und Koffern verstaut werden. Rechtzeitig vor dem Stichtag sollte bereits ausreichend Altpapier zum sicheren Verpacken von Gläsern und Vasen gesammelt werden. In der Regel werden zahlreiche Umzugskartons benötigt, das geht schnell ins Geld. Wer sich die Mühe macht, in Online-Foren, an Schwarzen Brettern von Supermärkten oder den Kleinanzeigen in der Wochenzeitung zu recherchieren, kann Glück haben und bares Geld sparen: Nach überstandenem Umzugsstress wollen viele ihre Kartons nur noch loswerden und geben sie deshalb günstig oder umsonst ab.
Wagen mieten
Ein bis zwei Wochen vor dem geplanten Umzug sollte ein entsprechender Transportwagen reserviert und sowohl an der neuen, als auch an der alten Wohnung ein Stellplatz dafür sichergestellt sein. Wenn es keine verfügbaren Parkplätze gibt, kann beim zuständigen Ortsamt, Straßenverkehrsamt oder Landratsamt eine Halteverbotszone für das Be- und Entladen des Transporters beantragt werden. Auch die Umzugshelfer sollten mindestens 14 Tage vor dem Stichtag informiert werden.
Am Tag des Wohnungswechsels sollten dann das übliche Werkzeug und eine kleine Notfallapotheke bereitgehalten werden. Und da es sich mit knurrendem Magen besonders schlecht arbeitet, ist zu guter Letzt für eine ansprechende Verpflegung der fleißig helfenden Hände, vor allem für genügend Getränke zu sorgen.