Der Frühling ist da, und endlich lohnt sich der Blick nach draußen wieder. Doch woher kommt trotz strahlenden Sonnenscheins der dichte Nebel? Die Lösung: Über den Winter sind die Fenster verdreckt, und ein zarter Schleier aus Sand, Staub und allem, was sonst noch so in der Luft ist, reduziert den Naturkinogenuss. Jetzt ist es Zeit für den Frühjahrsputz.

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) aus Frankfurt/Main verrät, was dabei zu beachten ist.

Nicht falsch putzen!

Wer die Fenster von innen nach außen oder von unten nach oben putzt, begeht den ersten Kardinalsfehler: „Erst ist die Pflege der Beschläge dran, dann die Reinigung der Rahmen und der Verglasung“, erläutert VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn. Dabei sollte oben begonnen werden, sonst läuft einem der Schmutz immer wieder über die frisch geputzten Bereiche.

Die Beschläge erhalten einen Tropfen Haushaltsöl, dann lassen sie sich wieder ganz leicht und vor allem geräuschlos bedienen.

Beim Rahmen gibt es je nach Material leichte Unterschiede: Für Holzrahmen gibt es im Fachhandel besondere Reinigungs- und Pflegemittel, die perfekt zu dem Naturmaterial passen und es nicht angreifen. Metall- und Kunststoffrahmen werden mit Neutralreiniger und Schwamm oder Tuch sauber, während eloxierte Aluminiumprofile gut mit Neutralreiniger und Faservlies zu reinigen sind. Bei lackbeschichteten Profilen kommt ebenfalls Neutralreiniger zum Einsatz, allerdings in Kombination mit einem Politurzusatz. Die Dichtungen des Fensters profitierten von einer im Fachhandel erhältlichen Pflegemilch. „Wichtig ist, auch auf die Wasserabläufe im Fenster zu achten. So sollten die Entwässerungsöffnungen unten am Fenster immer sauber sein. Hier gilt es aber, sehr vorsichtig zu Werke zu gehen“, bekräftigt Tschorn.

Mit Schwamm und Gummi

Die Verglasung kann dann am Ende des Frühjahrs-Fensterputzes mit Haushaltsreiniger ohne Scheuerzusätze oder einem weitgehend PH-neutralen Reiniger gesäubert werden. „Ein Schwamm oder ein Gummiabstreifer mit kombiniertem Schwamm sind hier die Mittel der Wahl“, so der VFF-Geschäftsführer. „Doch Obacht: Um feine Kratzer auf dem Glas zu vermeiden, muss viel Wasser verwendet und der Schwamm beim Putzen immer wieder ausgespült werden. Beschichtete Gläser sowie selbstreinigende Gläser dürfen zudem nur nach den Vorgaben des Herstellers gesäubert werden.“

Der Expertenrat: „Mit beim Fensterfachbetrieb abgeschlossenem Wartungsvertrag kann man sich die zeitaufwändige Reparaturen zum Beispiel der Beschläge sparen. Außerdem gibt es viele gute Fensterputzer, die nicht teuer sind und ein streifenfreies Ergebnis abliefern.

(Foto: VFF/Putzteufel Gebäudereinigung OHG)