Manch‘ einer wird die Stimme seiner Mutter noch genau im Ohr haben: „Mach‘ das Licht aus, wenn Du aus dem Zimmer gehst!“ Und wie so oft gilt: Da hat die Mama wieder Recht gehabt.

Heute wissen wir, wer zu Hause ­Energie spart, schont nicht nur die Haushaltskasse, er leistet außerdem seinen kleinen Beitrag zum Umweltschutz. Dabei ist Energiesparen auch noch ganz einfach. „Das müssen keine teuren Hightechgeräte in der Küche oder Solaranlagen auf dem Dach sein. Mit einigen kleinen Tricks kann man viel erreichen“, weiß Bettina Benner. Die Pressesprecherin des Wohnungsunternehmens Vonovia verrät nützliche Tipps, die in jeder Wohnung umgesetzt werden können.

Kleine Tricks – große Wirkung

Viele Geräte des Haushalts, wie z.B. Computer oder Fernseher, werden aus Bequemlichkeit nicht richtig ausgeschaltet. Doch auch im „Standby“ verbrauchen sie Strom. Innerhalb eines Jahres summieren sich die Kosten dafür schnell. Deshalb sollten diese Geräte richtig abgeschaltet werden, wenn man sie nicht benutzt. Am besten man zieht den Stecker oder, besonders praktisch: Steckdosenleisten mit Netzschalter. Das spart Strom auf Knopfdruck.

Auch beim Kochen lässt sich unnötiger Energieverbrauch einfach reduzieren. Auf jeden Topf passt ein Deckel. „Oben ohne“ zu kochen, dauert nicht nur länger, es kostet auch mehr. Der Topf sollte außerdem immer auf die jeweilige Herdfläche passen, damit keine Energie ungebraucht verpufft. Zum Vorkochen von Wasser sollte man Wasserkocher benutzen – damit ist der Siedepunkt schneller erreicht als nur auf der Platte. Nach dem Kochen, nach dem Essen schließlich gilt: Spülmaschinen mit Sparprogramm sind generell wirtschaftlicher als das Abwaschen von Hand, bloß sollten sie nur benutzt werden, wenn sie auch voll beladen sind.

Stromfresser zügeln

Bei der Anschaffung großer Elektrogeräte sollte unbedingt auf die sogenannte „Energieeffizienzklasse“ geachtet werden. Kühlschränke und Waschmaschinen der Kategorien A+ bis A+++ sind besonders sparsam, solche von A bis G verbrauchen zu viel.

Einem Kühlschrank sollte die Arbeit nicht unnötig erschwert werden. An warmen Plätzen, neben dem Herd oder der Heizung etwa, verbraucht das Kühlen der Lebensmittel mehr Strom. Die eingestellte Kühltemperatur sollte 7° idealerweise nicht unterschreiten.

Für Waschmaschinen gilt das Gleiche wie für die Geschirrspüler: nur voll beladen benutzen. Sparprogramme schonen auch hier den Geldbeutel. Im Übrigen machen die heutigen Waschmittel zusätzliche Vor- oder Kochwäschen überflüssig. Als Waschtemperatur sind 40° in der Regel ausreichend. Auf einen elektrischen Wäschetrockner kann verzichten, wer einen Platz für einen Wäscheständer findet. Im Waschkeller oder auf dem Balkon trocknet klamme Kleidung kostenlos.

Gegen die Macht der Gewohnheit

Auch wenn es bequem ist: Die Heizung läuft, wie irgendwann eingestellt, das Licht brennt in jedem Raum, den man mal betreten hat. Leicht lassen sich hier unnötige Energiekosten vermeiden. Man muss es sich nur angewöhnen. Geheizt werden sollte nie mehr als nötig. Senkt man die Temperatur in den Räumen um etwa ein Grad, spart man eine Menge Geld, ohne zu frieren – im Bad sind 23° angenehm, im Wohnbereich genügen 20° und im Schlafzimmer muss es nicht wärmer als 16 bis 18° sein. Die Heizungen sollten vor Beginn des Winters unbedingt entlüftet werden, sonst geht hier Energie verloren.

Faustregeln beachten

Der Letzte macht das Licht aus – eine einfache Faustregel mit großer Wirkung. Wird ein Raum gerade nicht genutzt, muss er auch nicht beleuchtet sein. Lichter aus in Räumen, in denen sich keiner aufhält, lautet die Devise.

Glühbirnen sollten zudem durch Energiesparlampen ersetzt werden. Auch die Anschaffung von LED-Lampen, zunächst nicht billig, im Verbrauch aber wesentlich günstiger, kann eine Alternative darstellen.