Erneut zu Gast im Löwenhof

Hagen. Starke Frauen, ein gemeinsames Schicksal: Wer Corina Bomanns Reihe „Die Frauen vom Löwenhof“ kennt, der ahnt, dass ihn auch im dritten Band des Romans „Solveigs Versprechen“ dieses Thema erwartet.

Solveig, junge Studentin der Tiermedizin, Mathildas Tochter, könnte glücklicher kaum sein: Ihr Studium verläuft gut, ihre Zukunft ist bereits ge­plant. Doch dann schlägt das Schicksal unerbittlich zu. Ihr Verlobter kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben, sie selbst wird schwer verletzt. Und damit steht ihre ganze Zukunft in Frage. Zusätzlich ereilen sie die Nachrichten ob der finanziellen Sorgen um den Löwenhof und den schlechten Gesundheitszustand ihrer Großmutter Agneta, Bomann-Fans werden die taffe Frau noch kennen.

Doch nach einer Zeit der Trauer und Ungewissheit nimmt Solveig ihr Leben wieder in die Hand, verschenkt ihr Herz neu und macht sich zusammen mit einem neuen Mann an ihrer Seite an die Rettung des Löwenhofes.

Auch wenn der Lebenslauf aller Frauen im Löwenhof-Roman sich ähnelt, die Autorin schafft es doch immer wieder, neue Charaktere zu schaffen und entsprechende Aspekte zu finden. Die Zeiten haben sich gewandelt und obwohl die Geschichte in den 70er Jahren spie1t, spürt der Leser immer noch die fehlende Gleichberechtigung, in der Solveig als Geschäftsfrau um das Überleben des Hofes kämpft.

Bomanns zieht den Leser mit in die Erzählung und – wie schon im ersten Buch – kommt man sich vor, als wäre man ein unbeteiligter Beobachter, der die alten wie neuen Schauplätze bald kennt, als würde er dort selbst leben. Der Schreibstil ist flüssig, der Roman greift wieder auf einige historische Ereignisse zurück, bei dem Namen fallen, die den Leser schmunzeln lassen. Die Familiensaga findet mit dem dritten und letzten Band einen würdigen und lesenswerten Abschluss.

„Solveigs Versprechen“ ist unter ISBN-13 9783548289991 erneut im Ullstein-Verlag erschienen.