Wer kommt mit ins „Borderland“?

Hagen. (AnS) Wer in jungen Jahren bereits ein Elternteil verloren hat, weiß wie verzweifelt Vincent sein muss. Seit der Vater des 16-Jährigen gestorben ist, ist seine Welt nicht mehr die, die sie einmal war. Neue Wohnung, neue Schule, keine Freunde, kein Klavierspiel mehr und eine Mutter, die in schwere Depressionen verfällt. Mit der Verantwortung für sein Leben ist er allein und überfordert…bis er am Grab seines Vaters auf Jane trifft. Ein engelhaftes Wesen, mystisch wie geheimnisvoll, das ihn wieder auf den richtigen Pfad bringen und ihm seine Alltagssorgen nehmen will. Dank ihr findet er seinen Mut wieder, spielt im Orchester, verliebt sich in Vida, eine Schulfreundin. Kehrt sich jetzt wieder alles zum Guten?
Die bildhafte und moderne Sprache, die Autor Peter Schwindt in „Borderland“ (ISBN: 978-3-7373-5132-4)verwendet, spricht durchaus Jugendliche an. Das Buch wirkt aber oft düster wie die Verzweiflung des Protagonisten selbst. Leider reißt der rote Faden der Geschichte irgendwann und die Story verliert sich zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie wirkt unglaubwürdig und wird für erwachsene wie jugendliche Leser schwer nachvollziehbar. Die Charaktere bleiben farblos, fast ohne Gefühle.
Mein Fazit
Der psychologische Touch macht das Buch für Jugendliche ab 14 Jahren vielleicht doch zu schwierig. Die psychische Krankheit der Depression hätte mehr Tiefgang verdient und eine geordnetere Darstellung, denn zum Schluss überwiegt das Übersinnliche doch zu sehr. Schade eigentlich, das Thema hätte soviel mehr hergegeben.