Bodenlos

Achtung, Leute! Himmelfahrt ist vorbei, Pfingsten naht, die Sommerferien rücken in Sicht. Es wird allmählich Zeit, sich ein wenig einzustimmen auf die Urlaubsreise, auf herrliche Welten über den Wolken…

„Kurioses aus dem Cockpit“ ist der Untertitel eines haarsträubend witzigen Buches von Stephan Orth und Antje Blinda. Es heißt: „Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt.“ Die Autoren haben Flugberichte der besonderen Art gesammelt:

„Wir waren alle sehr überrascht, im startbereiten Air-France-Flugzeug auf dem Weg von Straßburg nach Paris die Melodie von ,Spiel mir das Lied vom Tod‘ zu hören’.“

Auf einem Hapag-Lloyd-Express-Flug von Köln nach Manchester gab es diese Sicherheitseinweisung: „Ihre Schwimmweste verfügt über eine neckische Leseleuchte, die beim Kontakt mit Wasser automatisch aufleuchtet, sowie eine Pfeife, um Haie anzulocken.“

„Als wir eine ganze Weile in Berlin-Tempelhof auf unseren Abflug warten mussten, erklärte eine Stewardess: ,Bitte entschuldigen Sie die Verspätung, aber der Pilot musste sich erst noch mit dem Flugzeugtyp vertraut machen’.“

Durchsage vor dem Abflug: „Im Fall eines plötzlichen Druckabfalls ziehen Sie die Sauerstoffmasken zu sich heran und seien Sie optimistisch!“

Auf einem Flug von Palma de Mallorca nach Berlin kommt diese Durchsage: „Liebe Fluggäste, wir werden ein paar Turbulenzen erleben. Falls wir abstürzen sollten, machen Sie sich bitte keine Sorgen um Ihr Gepäck. Das wird natürlich gerecht unter der Crew aufgeteilt.“

Auf einem innerchinesischen Flug mit einer alten Propeller-Maschine meldet sich noch auf der Rollbahn der Kapitän (in schlechtem Englisch): „Dieses Flugzeug ist sehr krank (very ill). Wir nehmen eine andere Maschine.“ Also, zurück zum Flughafen-Gebäude, alles aussteigen, umpacken und los mit der anderen Maschine. Auf der Rollbahn zum Start meldet sich der Kapitän erneut: „Dieses Flugzeug ist noch kränker. Wir nehmen die erste Maschine.“

Auf einem Flug mit der El Al von Frankfurt nach Tel Aviv machte der Pilot folgende Durchsage: „Wenn nichts dazwischen kommt und wir nicht abgeschossen werden, sind wir in gut drei Stunden in Tel Aviv. Dort ist das Wetter dann genauso schlecht wie hier.“

Eine Stewardess im Dienste von EasyJet hatte beim Snackverkauf beste Laune. Sie beugte sich ganz besonders tief zu ihren Passagieren hinab und flüsterte: „Haben Sie irgendwelche Gelüste oder sonstige Begierden?“

Beim zweiten Landeversuch in Frankfurt bei Frost und Nebel sagt der Pilot: „Bitte denken Sie bei Ihrer Heimreise daran, wie unsicher Verkehrsmittel wie Auto, Bus und Bahn sind.“

Und eine Stewardess der Austrian Airlines fragt nach der Landung: „Möchten S‘ noch ein paar Speibeuterl für unterwegs mitnehmen?“

Na, dann Mahlzeit! Und einen schönen Sonntag auf festem Boden!

15. Mai 2010