Der Geheim-Tipp

Musikalisch weihnachtlich geht es in der Letmather Dechenhöhle an allen Feiertagen zu. Schließlich spielt das Ensemble „Krinzia“ dann am Montag, 27. Dezember, um 19 Uhr noch traditionelle Weihnachts-Folklore aus Russland auf Zimbel und Akkordeon. (Foto: Veranstalter)

Man kann den Braten förmlich schon riechen: Nur noch wenige Tage bis zum Fest.

Damit es gelingt und zu einem echten Erlebnis wird, statt in Dauerfresserei auszuarten, bieten wir heute einen besonderen Leser-Service: Einen echten Weihnachts-Geheim-Tipp.

Das ist echt stimmungsvoll, das ist richtig besinnlich und mal etwas ganz anderes: Höhlenweihnacht in der Tropfsteinhöhle. Die Dechenhöhle bei Letmathe – direkt vor unserer Haustür – wird zu Weihnachten mit Hunderten von Kerzen beleuchtet. Dazu spielen an verschiedenen Stellen mehrere musikalische Gruppen Weihnachtslieder und mittelalterliche Stücke auf alten Instrumenten. Mitsingen erwünscht. Natürlich tritt auch ein Höhlenbär auf und zwei Fledermäuse erzählen Weihnachtsgeschichten.

An Heiligabend werden die Führungen von 11 bis 17 Uhr angeboten, am ersten und zweiten Weihnachtstag jeweils von 13.30 bis 16 Uhr. Die 45-minütige Führung endet in der Stalagmitengruppe „Heilige Familie“. Vor der Höhle gibt es Waffeln und Glühwein. Der vorherige Eintritt in das Höhlenmuseum ist frei, der Eintritt für die Höhlenweihnacht kostet 7,50 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Seit 1984 gibt es diese Veranstaltung. Im ersten Jahr wanderten knapp 200 Besucher aus Iserlohn und Umgebung durch die Kerzenschein romantisch erleuchtete Höhle. Im letzten Jahr waren es über 4000 Besucher und auf dem völlig überfüllten Parkplatz standen Autos sogar aus England und Frankreich. Also – und das ist der Haken – frühzeitig anreisen und das Auto gleich unten irgendwo im Tal stehen lassen und den Weg zur Höhle zu Fuß antreten! Das ist gesund und verbrennt auch gleich die ersten Weihnachtskalorien! Die Wartezeiten an der Höhle lassen sich hervorragend überbrücken durch den Besuch des Museums, Waffelessen oder Glühweinschlürfen. Jetzt, wo wir den Geheim-Tipp verraten haben, wird es wahrscheinlich noch voller werden.

Der mühselige zeitaufwendige Zutritt lohnt sich aber: Einmal Abtauchen in eine auch im Winter zehn Grad warme, uralte Unterwelt, dazu der eigenartige Klang der Musik, phantastische Tropfsteingebilde und glitzernde Kristalle – das sind wirklich Zutaten für ein unvergessliches Erlebnis. Viele Besucher kommen offensichtlich jedes Jahr wieder. Besonders wer  Weihnachtsgäste von auswärts zu Besuch hat, kann ihnen da richtig etwas bieten. Da kommt Freude auf!

Schönen Sonntag und frohe Weihnachten!