Frauen-Essen

Frauen-Essen sollte Schule machen. Nein, dies ist keine Aufforderung zum Kannibalismus. Auch nicht zur Verbesserung manchmal dringend verbesserungsbedürftiger Tischmanieren. Hier und heute geht es darum, WAS die Frauen essen.

Frauen sind nämlich anders als Männer – wir wissen es und es schlägt durch bis zu den Essgewohnheiten.

Während „Mann“ seinen Muskelapparat auf Fleisch und Wurst zu gründen versucht, hält „Frau“ sich bevorzugt an die berühmten Drei: Obst, Gemüse und Getreideprodukte.

Vorbildlich. Lobenswert. Richtungsweisend. Bei Frau stimmt die sogenannte ideale Ernährungspyramide, auf deren Spitze meist ein klitzekleines Pralinchen oder Schokostückchen thront.

Das ist Privatangelegenheit? Nicht wirklich. Eigentlich geht es uns alle an! Weil eben, wie so oft im Leben, alles mit allem irgendwie zusammenhängt.

Nehmen wir mal an, die Männer würden Frauen-Essen essen. Dann könnten wir uns die Hälfte von Fleisch und Wurst glatt sparen. Dann bräuchten wir nur noch halb so viel Schlachtvieh und Weideland. Allein durch die deutschen Männer würde dann eine Fläche von sagenhaften 15.000 Quadratkilometern frei werden – so groß wie Schleswig-Holstein! Das hat gerade die Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg rausgeforscht.

Nur noch halb so viele Kuh-Fürze würden die Atmosphäre belasten. Geschätzte 15 Millionen Tonnen Treibhausgase und 60.000 Tonnen Ammoniak könnten wir uns sparen. Der reinste Wahnsinn! Gar nicht auszudenken, in welcher Welt wir dann lebten. Vor meinem geistigen Auge ersteht ein Garten Eden voller – ja genau – Obst, Gemüse und Getreide.

Jetzt haben wir es wieder einmal bewiesen, Schwestern, wir Weibsleute haben es intuitiv richtig drauf. Gesund, nachhaltig, umweltschonend – wir können‘s einfach.

„Ideale Männer gibt‘s an jeder Ecke“, sagte der Herrgott und schuf die Erde rund. – Nicht traurig sein, meine Herren, es kommen auch wieder männerfreundlichere Sonntalks, versprochen.

In diesem Sinne: Lecker Sonntag!