Höllenhund Harro

Es gibt Neues vom Hundezubehör- und Hundemode-Markt: Wenn Frauchen modern und markenbewusst lebt, sich das angesagteste Handy ans Ohr drückt und in den trendigsten kniehohen Stiefeln einherstolziert, darf Hundilein optisch natürlich nix kaputtmachen.

Aber keine Sorge, für solche Notfälle im Gesamtkunstwerk von Frau und Hund gibt es jetzt ein extra Täschchen namens „Chewy Vuiton“ oder „Chewnel“. Ob diese dann stilecht im Designer-Körbchen zernagt werden sollen oder eher neckisch am Hundehalsband baumelnd zur richtigen Geltung kommen – keine Ahnung.

Die Fachleute für Bello-Zubehör schwören ansonsten auf Dinge wie natürliches Hundeshampoo mit grünem Tee und Seetang, auf Decken aus biologisch angebauter, ungefärbter Baumwolle und ein spezielles Pflegebalsam für die trockene Hundenase.

Ob Fiffi demnächst wohl noch die Lefzen mit Botox aufgespritzt, die Barthaare onduliert, die Krallen lackiert oder den Bauchnabel gepierct kriegt?

So viel ist klar: Wer was auf sich und seinen Vierbeiner hält, greift schon mal etwas tiefer in die Tasche und zahlt beispielsweise 249 Euro für die Hundebar „Colorado“, handgefertigt mit echten Holzfurnieren und Edelstahltöpfen, oder ein kleines Vermögen für das niedliche handgefertigte Hunde-Dirndl, mit dem Senta oder Carina höchst passend zum Oktoberfest mitgenommen werden können.

Wie wäre es unter diesen Umständen mit Halloween-Kostümen für des Menschen allerbeste und allertreueste Freunde? Wenn Frauchen sich dieser Tage als „Sexy Hexi“ aufmacht und Herrchen den „Herrscher der Nacht“ mimt, dann könnte die kleine Trixi doch mit angeschnallten Riesenflügeln die flatternde Fledermaus geben, Basko mittels grünem Plüsch die echt ekelige Erdkröte oder Harro unter einer Kunststoffmaske den sabbernden, blutverschmierten Wächterhund am Eingang zur Unterwelt … – Wie? – So was gibt es noch nicht? – Was für eine Marktlücke!

Schönen Sonntag!