In der Servicewüste

Meckern kann jeder. Über eine Deutsche Briefpost, die es einfach nicht geregelt bekommt – beispielsweise. Beinahe gebetsmühlenartig werden die immer gleichen Argumente vorgetragen. wochenkurier-Leserin Margot K. widerspricht heftig. Weshalb? Lesen Sie selbst.

Wochen ist es her. Vielleicht war es seinerzeit schon recht warm draußen. Vielleicht war sie auch nur ein wenig abgelenkt. Fest steht jedenfalls: Margot K. schrieb einen Brief an Freunde. Auf dem Umschlag notierte sie den Namen, Straße und Hausnummer. Briefmarke drauf und – ab die Post.

Was fehlte, war der Ort. Margot K. hatte weder Postleitzahl noch den Städtenamen notiert. „Der Brief kommt nie an“, sagte sie sich, als ihr dämmerte, was sie geschrieben, pardon: nicht geschrieben hatte.

Die Überraschung kam einige Tage später. Die Freunde meldeten sich mit einem dicken Dankeschön für den Brief. Er war tatsächlich angekommen. Und dabei saßen die Empfänger nicht etwa um die Ecke oder wenigstens in der Nachbarstadt, sondern – in Berlin.

Margot K. strahlt. Und selbst Skeptiker müssen einräumen: Solch eine Spurensuche ist jeden Cent des Portos wert. Die wk-Leserin gehört jetzt zu denen, die allzeit bereit sind, eine Lanze für die Deutsche Post zu brechen. „Nie wieder werde ich meckern“, sagt sie.

Wir auch nicht. Jedenfalls heute nicht. Und Sie?

Schönen Sonntag!