Jetzt ist aber Schluss!

Unser Leben und auch das Leben unserer Vorfahren gleicht einer Klobrille: Man macht viel durch. Von Sintfluten bis zu Eiszeiten, von wilden Tieren bis zu Vulkanausbrüchen, von Trockenheiten bis zu Hungersnöten und von Stammesfehden über Völkerschlachten bis hin zu zwei Weltkriegen haben unsere Vorväter und Vormütter tapfer durchgehalten.

Die komplette Menschheit ist schon 340 Mal beinahe abgeschmiert und nur um Haaresbreite am Total-Aus vorbeigeschrappt. Zumindest ist ein solcher Endknall zu allen Zeiten von Weltuntergangs-Propheten vorhergesagt worden. Aber, war dann doch nix. Unser Globus ist ungerührt weiter um die Sonne geeiert.

Weitere 10 Crash-Termine haben wir noch vor der Brust. Demnächst geht laut Maya-Kalender wieder mal die Welt unter. Am 21. Dezember ist laut der alten Inka-Weisen Schluss.

Wenn wir das auch noch überstehen, bleiben nur noch neun Weltuntergänge übrig, die wir aussitzen müssen.

Einen Überblick über diese nie eingetretenen Voll-Katastrophen verschafft uns Kerstin Schimandl. Sie hat alle Weltuntergangs-Theorien gesammelt. Ihr Buch hat den sperrigen Titel „Le Fin Du Monde“ (deutsch: „Das Ende der Welt“). Es hat 720 Seiten und kostet stolze 25 Euro. (Na, es könnte eben der letzte Verdienst der Autorin sein!)

Angefangen hat der ganze Weltuntergangs-Spuk laut Schimandl schon mit einer assyrischen Tontafel aus dem Jahre 2800 vor Christus. Darauf wird gemunkelt, dass „unsere Erde bald verfallen wird und es keinen Ausweg mehr davor gibt“. Aber was heißt „bald“? Immerhin sind seitdem 4800 Jahre vergangen, ohne den großen Knall.

Am 22. Dezember 2012 ist noch längst nicht alles ausgestanden, obwohl viele Veranstalter auf diesen Termin frechweg die tollsten „Hurra-wir-leben-noch“-Partys gelegt haben. Aber wehe: Einige Forscher meinen, der Maya-Kalender ende erst am 23. Dezember!

Doch auch danach müssen wir weiter zittern: Für das frühe 21. Jahrhundert gibt es von 1143 eine ungenaue Untergangs-Vorhersage des Heiligen Malachias, das war ein irischer Erzbischof. Die Anhänger der Gruppierung von Erzengel Gabriel dagegen lassen den Großteil der Menschheit erst 2017 den Tod im Höllenfeuer finden. Wieder andere legen das Jüngste Gericht auf den 28. September 2020.

Und unsere Wissenschaftler? Die haben ausgerechnet, dass erst etwa im Jahre 5.000.000.000 unsere Sonne sich zu einem roten Riesen ausdehnen und dabei die Erde verschlingen wird. In fünftausend Millionen Jahren, vermutlich an einem Donnerstag nachmittag.

Bis dahin! Und schönen Sonntag!